Nach 20 Jahren Unveränderlichkeit kommt die Wende: Google ermöglicht bald die Änderung von Gmail-Adressen – mit strengen Limits und versteckten Risiken.
Google plant, Gmail-Nutzern erstmals die Möglichkeit zu geben, ihre E-Mail-Adressen zu ändern. Diese Funktion, die bei Konkurrenten wie Proton Mail und Outlook bereits Standard ist, wird laut einem kürzlich entdeckten Support-Dokument „schrittweise für alle Nutzer eingeführt“.
Das Support-Dokument, das zunächst nur auf Hindi verfügbar war, erklärt den neuen Prozess: Nutzer können künftig ihre bestehende Gmail-Adresse durch eine neue mit der gleichen „@gmail.com“-Endung ersetzen. Allerdings unterliegt diese Funktion klaren Beschränkungen – pro Konto sind maximal drei Änderungen möglich, und zwischen zwei Änderungen muss mindestens ein Jahr liegen.
Praktisch für Nutzer: Die alte E-Mail-Adresse bleibt weiterhin aktiv, sodass Nachrichten sowohl an die neue als auch an die bisherige Adresse zugestellt werden. Was auf den ersten Blick als willkommene Neuerung erscheint, birgt jedoch auch Risiken.
Sicherheitsbedenken
Sicherheitsexperten warnen bereits vor möglichen Phishing-Kampagnen im Zusammenhang mit dieser Änderung. Die ungewöhnliche Art der Ankündigung – über ein zunächst nur fremdsprachiges Support-Dokument – könnte von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Da die Gmail-Adresse gleichzeitig als Anmeldename für alle Google-Dienste dient, ist besondere Vorsicht geboten.
Nutzer sollten äußerst skeptisch gegenüber E-Mails sein, die sie zur Änderung ihrer Gmail-Adresse über einen Link auffordern. Solche Nachrichten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Phishing-Versuche, die auf den Diebstahl von Zugangsdaten abzielen. Google wird, wie üblich, wichtige Änderungen ausschließlich über seine offiziellen Kanäle kommunizieren.
Besonders jene, die diese neue Funktion möglichst früh nutzen möchten, sollten wachsam bleiben – genau diese Ungeduld könnten Angreifer gezielt ausnutzen.