Skifahren in der Steiermark wird teurer – und eine symbolische Grenze fällt dabei erstmals.
Mitten im Hochsommer richten die steirischen Skigebiete ihren Blick bereits auf den nächsten Winter. Für die Saison 2026/27 stehen in Schladming die neuen Preise fest – und die Tageskarte für Erwachsene überschreitet in der Hauptsaison erstmals die 80-Euro-Marke. Wie die „Kleine Zeitung“ am Freitag berichtet, werden für die Vier-Berge-Skischaukel, zu der Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm gehören, künftig 81,50 Euro fällig.
Das entspricht einem Aufschlag von drei Euro gegenüber dem bisherigen Tarif. Über alle Kategorien hinweg beträgt die Erhöhung rund drei Prozent. Wer frühzeitig und online bucht, zahlt weniger: Planaibahnen-Geschäftsführer Peter Weichbold zufolge ist die Tageskarte für Frühbucher ab 69,50 Euro erhältlich. Als Begründung für die Tarifanpassung werden gestiegene Personal- und Energiekosten sowie laufende Investitionen angeführt.
Planai investiert
Zu diesen Investitionen zählt auf der Planai aktuell der Ausbau des Speicherteichs Bruckmoos, der künftig ein Fassungsvermögen von 200.000 Kubikmetern erreichen soll. „Das ist nicht gerade eine Lacke“, sagt Weichbold. Die Fertigstellung ist für Ende September geplant, der Saisonstart soll bei geeigneten Temperaturen Ende November erfolgen.
Einem Dynamic-Pricing-Modell, bei dem sich der Ticketpreis nach der aktuellen Nachfrage richtet, steht Weichbold skeptisch gegenüber. Zwar behalte man das Thema im Blick, doch ein solches System „würde die höchsten Preise für Familien in den Ferien bedeuten.“ Wie bereits im Vorjahr fahren Kinder bis sechs Jahre gratis. Ergänzt wird das Angebot durch Kombi-Pakete und weitere Ermäßigungen.
Kreischberg zieht nach
Auch der Kreischberg zieht die Preise an: Die Hauptsaison-Tageskarte für Erwachsene steigt dort auf 72 Euro – ein Plus von vier Euro. Parallel dazu fließen 18 Millionen Euro in eine neue Achter-Sesselbahn auf den Rosenkranz-Gipfel, die zum Saisonauftakt in Betrieb gehen und mit Abdeckhauben ausgestattet sein soll.
Der bisherige Zweier-Sessellift wird damit außer Dienst gestellt.