In den ersten Wochen des neuen Schuljahres machten sich zehntausende Taferlklassler zum ersten Mal auf ihren Schulweg. Ein Risiko für viele Eltern – im vergangenen Jahr ist die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg gestiegen, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) berichtet. Bei insgesamt 450 Schulwegunfällen wurden 494 Kinder verletzt, darunter auch zwei tödlich verunglückte Kinder.

Besondere Vorsicht im Straßenverkehr
Kinder sind aufgrund ihrer fehlenden Verkehrserfahrung vom sogenannten Vertrauensgrundsatz ausgenommen, was bedeutet, dass Erwachsene besonders achtsam sein müssen. Zu Schulbeginn sind die Kinder vermehrt unterwegs, oft auch alleine und in den frühen Morgenstunden, wenn es noch dunkel ist. Besonders wichtig ist es deshalb, dass Autofahrer ihre Geschwindigkeit reduzieren und besonders in Schulnähe und an Zebrastreifen aufmerksam sind.
Eltern als Wegbegleiter
Eltern und Bezugspersonen spielen eine zentrale Rolle dabei, den Schulweg sicherer zu gestalten. Gemeinsames Üben des Schulwegs trägt dazu bei, dass sich die Kinder sicherer fühlen. Ein vertrauter Weg ist oft auch ein sicherer Weg. Eltern können mit ihren Kindern gezielt Verkehrsregeln üben und ihnen zeigen, worauf sie achten müssen, etwa das richtige Überqueren der Straße an Ampeln und Zebrastreifen.

Eltern können Gefahrenstellen, wie etwa unsichere Straßenübergänge, fehlende oder zu schmale Gehsteige, zu hohes Tempo des Verkehrs, Sichtbehinderungen vor Schutzwegen oder Mängel bei Schulbus-Haltestellen in eine Online-Karte auf www.vcoe.at eintragen und einsehen. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet diese dann an die zuständige Gemeinde oder Stadt weiter.
Auf der interaktiven Karte SCHULWEG-CHECK können so Schulwege in Österreich gecheckt werden, sodass Eltern ihre Kinder vor den Sicherheitsrisiken warnen können. Sollte das Kind die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, gibt es jetzt auch den praktischen ÖFFI-CHECK.
Das Bundesministerium für Klimaschutz hat außerdem ein Video mit 10 Tipps für den sicheren Schulweg erstellt:
Statistik: 592 zu Fuß gehende Kinder wurden Opfer eines Verkehrsunfalls
Österreich: 592 Kinder (davon 189 am Schutzweg)
Burgenland: 4 (davon 2 am Schutzweg)
Kärnten: 27 (davon 8 am Schutzweg)
Salzburg: 35 (davon 12 am Schutzweg)
Vorarlberg: 47 (davon 12 am Schutzweg)
Steiermark: 54 (davon 22 am Schutzweg)
Tirol: 62 (davon 20 am Schutzweg)
Oberösterreich: 85 (davon 27 am Schutzweg)
Niederösterreich: 86 (davon 27 am Schutzweg)
Wien: 192 (davon 59 am Schutzweg)
(Anzahl Kinder, die im Jahr 2023 zu Fuß Opfer eines Verkehrsunfalls wurden, in Klammer davon am Schutzweg)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2024

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Reflektoren vom Bundesministerium
Der Weg zu Fuß in die Schule bietet nicht nur eine gesunde und umweltfreundliche Alternative, sondern macht auch Spaß. Um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, können Reflektorbärchen genutzt werden, die die Sichtbarkeit im Straßenverkehr deutlich verbessern. Diese können über das Servicebüro des Bundesministeriums bestellt werden – entweder telefonisch unter +43 (0) 800 21 53 59 oder per E-Mail an servicebuero@bmk.gv.at.