Schweizer Familienvater im Kosovo hingerichtet

GEPLANTER MORD?

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Schweizer Familienvater im Kosovo hingerichtet

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(FOTO: zVg.)

Alles begann mit einer Vermisstenanzeige durch die Familie. Der dreifache Vater Avdyl K. hätte schon längst wieder in Zürich sein sollen. Dann die traurige Nachricht: er wurde tot aufgefunden.

Am 28. August fuhr der 38-Jährige Schweiz-Kosovare in sein Herkunftsland. Wie so oft war er dort geschäftlich unterwegs. Am Samstag darauf hätte der Familienvater eigentlich wieder zu Hause in der Schweiz bei seinen kleinen Kindern und seiner Ehefrau sein sollen, allerdings tauchte er nicht auf. Auch das Mobiltelefon des Vaters war untypischerweise ausgeschaltet, weshalb sich die Familie dazu entschloss, ihn bei der Polizei als vermisst zu melden.

Schreckensnachricht am Sonntag
„Es könnte sein, dass er entführt wurde. So etwas ist nicht unüblich im Kosovo“, so der Neffe kurz vor der Todesnachricht. Avdyl K. wurde leblos in seinem weißen Range Rover in der Nähe der Stadt Ferizaj aufgefunden. Der Leichnam befand sich im Institut der Rechtsmedizin in Pristina zur Obduktion.

Wie die kosovarische Polizei bestätigte war sein Körper von mehreren Schüssen durchlöchert, wovon ihn einer direkt in den Hals traf. Die Tatwaffe und dazugehörige Munition wurde am Beifahrersitz gefunden. „Laut der Obduktion ist mein Onkel am Freitag gegen 20.30 Uhr gestorben. Man hat ihn mit dem Kopf am Lenkrad angelehnt vorgefunden. Sowohl die Fensterscheibe des Fahrers als auch diejenige des Beifahrers seien eingeschlagen gewesen“, erzählte das Familienmitglied Schweizer Medien.

Die Behörden schließen einen Suizid aus. Seine Familie vermutet eine gezielte Hinrichtung: Er würde niemandem etwas geschuldet und auch keine Feinde gehabt haben, unterstrich die Familie des Ermordeten.

Hinterhalt?
Nun ermittelt die Polizei im Kosovo in diesem Fall. Auch die Familie setzt alles daran, diesen rätselhaften Mord aufzuklären. Die Angehörigen haben Angst davor, dass die kosovarischen Behörden den Fall einfach unter den Teppich kehren werden, was „nicht untypisch für dort“ sei.

Es gebe bereits eine erste Spur. Wie Schweizer Medien berichten, soll der Familienvater vor seinem Tod bedroht worden sein und merkwürdige Nachrichten erhalten haben. Es sei nicht auszuschließen, dass Avdyl K. unter Vorwand in den Kosovo gelockt worden sei, um dort Opfer eines Hinterhalts zu werden.

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