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Panne

Sender meldet König Charles für tot: Radio-Mitarbeiter flüchtet in Panik

Sender meldet König Charles für tot: Radio-Mitarbeiter flüchtet in Panik
Foto: epa/ANDY RAIN
2 Min. Lesezeit |

Ein versehentlich gesendeter Todesbericht über König Charles III. sorgt für einen handfesten Medienskandal – mit offiziellen Konsequenzen.

Ein britischer Lokalsender hat versehentlich den Tod von König Charles III. gemeldet – ein Vorfall, den die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom als gravierenden Verstoß gegen journalistische Sorgfaltspflichten und Korrekturstandards einstuft. Wie die Tageszeitung „The Independent“ berichtet, zieht der Fall nun offizielle Konsequenzen nach sich.

Pannen-Sendung bei Radio Caroline

Zum Fehler kam es bereits am 19. Mai beim Sender Radio Caroline. Ein Mitarbeiter, der sich während einer Wartungsarbeit im Hauptstudio befand, spielte aus Neugier vorab produzierte Notfall-Audiodateien ab, die ausschließlich für den realen Todesfall des Monarchen vorgesehen gewesen wären. Die Folge: Das laufende Programm eines Moderators, der die Sendung zu diesem Zeitpunkt aus der Ferne betreute, wurde automatisch unterbrochen. Die Hörerinnen und Hörer vernahmen eine Durchsage, wonach das Programm wegen des Ablebens von König Charles III. ausgesetzt werde – gefolgt von der britischen Nationalhymne und rund 16 Minuten Sendepause.

Der Mitarbeiter, der die Dateien ausgelöst hatte, verließ das Gebäude dem Bericht zufolge in Panik. Da der zuständige Moderator sein Signal nicht aktiv im Blick hatte, vergingen rund 30 Minuten, bevor der Sender den Fehler erkannte, den regulären Sendebetrieb wiederaufnahm und eine Entschuldigung ausstrahlte.

Ofcoms Bewertung

Ofcom kritisierte dabei nicht nur die Falschmeldung selbst, sondern auch den trägen Umgang des Senders mit dem Irrtum. Die Behörde klassifiziert die irrtümliche Todesmeldung als „sehr schwerwiegende Ungenauigkeit“ in einer Angelegenheit von erheblichem öffentlichem Interesse.

Radio Caroline hat den verantwortlichen Mitarbeiter inzwischen abgemahnt und die betreffenden Audiodateien vom zentralen Rechner entfernt, um einen vergleichbaren Vorfall künftig auszuschließen.

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KO KOSMO-Redaktion
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