Serbe setzt sich mit 350.000 Euro-Beute in die Heimat ab

JUWELIERRAUB

Serbe setzt sich mit 350.000 Euro-Beute in die Heimat ab

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Serbe-Juwelierraub-St-Pölten
Symbolfoto (FOTO: iStockphoto)

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Der 39-Jährige überfiel einen Juwelier in St. Pölten und stahl Schmuck im Wert 350.000 Euro. Danach flüchtete er außer Landes.

Kürzlich fand der erste Teil der Verhandlung gegen den serbischen Staatsbürger in der niederösterreichischen Landeshauptstadt statt. Der 39-Jährige gab bei den Einvernahmen ein Alibi an, welches der Richter Slawomir Wiaderek genauestens überprüfen ließ.

Dabei stießen die Ermittler auf zahlreiche Ungereimtheiten, mit welchem der Serbe vor Gericht konfrontiert wurde. Der Angeklagte behauptete an Demenz zu leiden, weshalb er sich nicht an alles erinnern könne: „Offensichtlich handelt es sich nur um eine punktuelle Vergesslichkeit, die immer nur dann auftritt, wenn die Anklage Sie belastet“, so der Richter. Nachdem die Verteidigung immer mehr zu bröckeln begann, bot Wiaderek dem 39-Jährigen an, sich abermals mit seinem Anwalt zu beraten.

„Ich bin schuldig“
Nach etwa einer Dreiviertelstunde gestand der Mann und erzählte, dass er am 7. Dezember 2017 mit einem Landsmann ein Auto in Wien stahl und damit nach St. Pölten fuhr, um den Juwelier auszurauben. Sie erbeuteten 350.000 Euro und ließen das gestohlene Fahrzeug auf einem Parkplatz zurück.

Die gestohlene Ware brachten sie schließlich nach Serbien, wo sie den Schmuck verkauften. Er selbst soll so etwa 15.000 Euro verdient haben. Schlussendlich verurteilte ihn das Gericht zu einer Haftstrafe in der Höhe drei Jahren, wobei zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sein Komplize wird immer noch per internationalem Haftbefehl gesucht.

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