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Rekordgewinn

Serbiens Kupfer-Mine wird zu Chinas Milliarden-Goldgrube

Serbiens Kupfer-Mine wird zu Chinas Milliarden-Goldgrube
(Foto: Pexels)
4 Min. Lesezeit |

Ein chinesischer Bergbauriese schreibt in Serbien Rekordgewinne – und plant seinen Einfluss weit über die Mine hinaus auszubauen.

Das chinesische Bergbauunternehmen Srbija Zijin Mining hat für das Geschäftsjahr 2025 außergewöhnlich starke Zahlen vorgelegt. Aus der Datenbank der Agentur für Wirtschaftsregister geht hervor, dass die Betriebserlöse auf 213,8 Milliarden Dinar gestiegen sind – ein Plus von mehr als 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den mit Abstand größten Anteil daran, nämlich 210,9 Milliarden Dinar, erzielte das Unternehmen durch den Verkauf von Kupfer- und Golderzkonzentraten an verbundene Unternehmen im Ausland.

Rechnet man sämtliche Ertrags- und Aufwandspositionen ein, lagen die Gesamterlöse bei rund 224 Milliarden Dinar – und damit noch einmal deutlich über den reinen Betriebserlösen. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim Nettogewinn: Dieser überstieg im vergangenen Jahr die Marke von 1,1 Milliarden Euro – konkret 133,22 Milliarden Dinar. Im Vergleich zu den 83,7 Milliarden Dinar des Jahres 2024 entspricht das einem Zuwachs von rund 60 Prozent.

Gemessen am Gewinn des Jahres 2021 hat sich der Ertrag des chinesischen Konzerns nahezu vervierfacht. Da die Betriebsausgaben – von 59,6 auf 65,5 Milliarden Dinar – deutlich langsamer stiegen als die Erlöse, verbesserte sich die Rentabilität des Unternehmens erheblich.

Steuer & Investitionen

Bei der Gewinnsteuer weist der Finanzbericht eine berechnete Steuerlast von 24,33 Milliarden Dinar aus. Allerdings profitiert Srbija Zijin Mining von einer zehnjährigen Steuerbefreiungsregelung, die die Steuerlast um 10,85 Prozent – konkret um rund 2,64 Milliarden Dinar – mindert. Die tatsächlich zu entrichtende Gewinnsteuer für 2025 beläuft sich damit auf rund 21,7 Milliarden Dinar, hinzu kamen Abgaben für die Ausbeutung mineralischer Ressourcen in Höhe von 10,64 Milliarden Dinar.

Neben dem laufenden Betrieb tätigte das Unternehmen im vergangenen Jahr auch umfangreiche Investitionen. Insgesamt erwarb Srbija Zijin Mining 2.523 Grundstücksparzellen mit einer Gesamtfläche von 930 Hektar, wofür Entschädigungszahlungen von 31,25 Millionen Euro geleistet wurden. Der Buchwert von Immobilien, Anlagen und Ausrüstung stieg in der Bilanz von 117 auf 133 Milliarden Dinar.

Darüber hinaus übernahm Zijin die Firma Alba Invest und damit das ehemalige Falkensteiner Hotel in Belgrad-Novi Beograd. Die Beteiligungen am Kapital juristischer Personen kletterten von elf Millionen auf 1,7 Milliarden Dinar, langfristige Platzierungen bei verbundenen Unternehmen stiegen von null auf 2,9 Milliarden Dinar – dabei handelt es sich laut den Unterlagen um ein Darlehen an das übernommene Hotel. Die Forderungen aus Verkäufen, die sich überwiegend auf Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft und ausländischen Konzerngesellschaften beziehen, wuchsen von sechs auf 15,5 Milliarden Dinar.

Auch die Liquidität des Unternehmens verbesserte sich deutlich: von 5,9 auf 10,5 Milliarden Dinar. Auf der Passivseite stiegen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausland von null auf 4,9 Milliarden Dinar, während kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 57,4 auf 39,3 Milliarden Dinar zurückgingen.

Globale Expansion

Srbija Zijin Mining steht zu 100 Prozent im Eigentum der in den Niederlanden registrierten Firma Cukaru Peki und ist Teil der chinesischen Zijin Mining Group. In Serbien ist der Konzern seit Jänner 2019 aktiv, als er die Anteile des kanadischen Unternehmens Nevsun Resources übernahm und damit Eigentümer der ertragreichen Lagerstätte Cukaru Peki wurde. Die Produktion nahm 2021 mit der offiziellen Inbetriebnahme der Mine ihren Betrieb auf.

Die Kupfer-Gold-Mine Cukaru Peki liegt sechs Kilometer von der Stadt Bor entfernt und verarbeitet drei bis vier Millionen Tonnen Erz pro Jahr. Das Erz weist im Durchschnitt einen Kupfergehalt von 2,9 Prozent sowie 1,7 Gramm Gold pro Tonne auf. Durch einfache Flotation wird daraus hochwertiges Kupferkonzentrat mit Goldanteil gewonnen, das an Kupferschmelzen weltweit geliefert wird.

Ende 2025 beschäftigte Srbija Zijin Mining 1.369 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsbericht bezeichnet das Unternehmen die Mine Cukaru Peki als Vorzeigeprojekt für Zijins Engagements in Ländern entlang der „Gürtel und Straße“-Initiative. Für die Zukunft sind der weitere Ausbau von Belüftungsschächten und Bergbauanlagen für die Erschließung der unteren Lagerstättenzone geplant.

Das Projekt soll in drei Phasen realisiert werden, der intensive Ausbau ist bis 2052 angesetzt. Derzeit werde die entsprechende Studie abgeschlossen und es würden Probegenehmigungen eingeholt, heißt es im Bericht.

Die Zijin Mining Group unterhält Bergbauprojekte in 16 chinesischen Provinzen sowie in 21 weiteren Standorten in 15 Ländern weltweit. Zu den bedeutendsten Auslandsaktiva zählen neben der Mine Cukaru Peki und der Kupfermine Bor in Serbien auch die Kupferminen Kamoa-Kakula und Kolwezi in der Demokratischen Republik Kongo sowie die Goldmine Buritica in Kolumbien. Der Konzern ist nach eigenen Angaben das einzige Bergbauunternehmen in Asien, dessen jährliche Kupferproduktion die Marke von einer Million Tonnen überschreitet.

Im Geschäftsbericht wird auch auf die strategische Bedeutung von Kupfer für die globale Energiewende hingewiesen: Da Kupferressourcen nicht erneuerbar seien und der Aufbau neuer Minen erhebliche Zeit in Anspruch nehme, sei ein rasches Wachstum der weltweiten Kupferproduktion kaum möglich. Von den zehn größten in diesem Jahrhundert neu entdeckten Kupferminen befänden sich die meisten noch in der Machbarkeitsstudie – drei davon, darunter Cukaru Peki, Kamoa-Kakula und Yulong, seien bereits von Zijin Mining errichtet worden und in Betrieb.

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KO KOSMO-Redaktion
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