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WIEN-MEIDLING

Serbische Scheidung endet in Massenschlägerei mit 50 Beteiligten

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(FOTO: Screenshot, ORF-TVthek/Wien Heute 21.08.2018)

Am Montagabend eskalierte ein Streit in Wien Meidling. Grund war der Plan einer 32-Jährigen sich von ihrem Ehemann scheiden zu lassen.

Um das weitere Vorgehen bezüglich der Scheidung zu besprechen, trafen sich die Familien in einem Lokal in der Steinbauergasse. Neben der 32-jährigen Serbien und ihrem Noch-Ehemann (35) war auch der neue Partner der Frau (24) anwesend. Kurz nach 21:00 Uhr wurde schließlich die Polizei informiert, dass vor dem Restaurant eine Massen-Schlägerei ausgebrochen war.

Schlussendlich prügelten 50 Personen auf offener Straße aufeinander ein. Schließlich zückte der Noch-Ehemann der Serbin ein Messer und stach auf den neuen Freund ein. „Während der Besprechung kam es zu Meinungsverschiedenheiten unter den rund 50 Teilnehmern, woraufhin einige Personen das Lokal verließen“, berichtete Polizeisprecher Harald Sörös.

Beim Großeinsatz waren insgesamt 16 Streifenwagen und 30 Polizeibeamte im Einsatz, um die Streithähne zu trennen. Auch die WEGA rückte aus.

Noch in Lebensgefahr
Der 24-Jährige erlitt zwei Lungenstiche und wurde noch vor Ort notfallmedizinische versorgt und schließlich schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Am Dienstag befand sich der neue Partner der 32-Jährigen immer noch in Lebensgefahr.

„Mehrere weitere Personen erlitten bei der Auseinandersetzung leichte bis mittelschwere Verletzungen, wie blaue Augen und Abschürfungen. Die meisten Betroffenen wollten sich jedoch nicht behandeln lassen“, führte Sörös fort.

Täter geständig
Sofort nach der Schlägerei gab die Serbin zu Protokoll, dass ihr Noch-Ehemann die Tat begangen haben soll. Daraufhin wurde der 35-Jährige festgenommen.

Bei der Einvernahme am Dienstag gestand er schließlich die Messestiche. Das Motiv sei laut Sörös noch unklar. Weitere Details zum Vorfall sollen im Rahmen weiterer Befragungen und Ermittlungen geklärt werden.