„Sicanje“: Traditionell kroatische Motive, der neue Trend beim Tätowierer (GALERIE)

KÖRPERSCHMUCK

„Sicanje“: Traditionell kroatische Motive, der neue Trend beim Tätowierer (GALERIE)

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Sicanje-Traditionelle-Kroatische-Tattoos
(FOTO: iStockphoto, Instagram-Screenshot)

Eine mehr als 1.000 Jahre alte bosnisch-katholische Tradition, genannt „Sicanje“ entwickelt sich in den vergangenen Jahren zu einem Trend unter Kroaten auf der ganzen Welt.

Heute findet man in Bosnien-Herzegowina nur noch wenige Frauen, die diese traditionellen Symbole auf ihren Handrücken, der Stirn oder der Brust tragen. Bei den meisten Menschen mit diesen kroatischen Tattoos handelt es sich um Katholiken in Zentral-Bosnien, wobei auch einige Fälle in der Herzegowina und Dalmatien bekannt sind.

„Schutz vor den Türken“
Zumeist wurden Kreuze, Räder und ähnliche christliche Symbole bzw. Ornamente tätowiert, um junge Mädchen und Burschen davor zu bewahren, von den Osmanen mitgenommen und als Sklaven gehalten, oder aber zum Janitscharen ausgebildet zu werden. Das Tattoo wurde als Schutzsymbol verstanden, das den Träger ewig an seine Herkunft und Religion bindet.

Die meisten Kinder bekamen ihre Tattoos im Alter von 3 bis 18 Jahren an bestimmten christlichen Feiertagen. Die Farbe wurde aus natürlichen Zutaten, wie Honig, Kohle, Spucke und Muttermilch hergestellt. Laut diverser Forscher sei das „Sicanje“ bis 1938 regelmäßig durchgeführt wurden. Danach habe die Anzahl an traditionellen Tattoowierungen rapide abgenommen.

Neuer Trend beim Tätowierer
Auch wenn man originale kroatische Tattoos nur noch bei alten Frauen in ruralen Gegenden finden kann, so stieg in den vergangenen Jahren das Interesse für diese Symbole unter jungen Kroaten.

Sowohl die ursprüngliche Symbolik als auch die minimalistische Ästhetik sind die zwei Hauptargumente, weshalb sich viele Jugendliche heute wissentlich für solch ein Tattoo entscheiden, um nicht nur hübschen Körperschmuck zu tragen, sondern auch um ihrer jahrhundertelangen Tradition Tribut zu zollen.

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