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Serientäter

„Sie hat mir gefallen“: Versuchte Vergewaltigung – Syrer verurteilt

„Sie hat mir gefallen“: Versuchte Vergewaltigung – Syrer verurteilt
FOTO: iStock/Wavebreakmedia
3 Min. Lesezeit |

Ein 37-jähriger Mann aus Syrien wurde am Freitag zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, nachdem er zwei junge Frauen in Wien zu vergewaltigen versucht hatte. Nach eigener Aussage war er in die Stadt gekommen, um Frauen kennenzulernen. Die Straftaten ereigneten sich am 30. April und am 4. Mai 2024.

Angriff auf eine junge Ukrainerin

Am 30. April gegen 22 Uhr verfolgte der Mann laut Anklage eine 23-jährige Ukrainerin zwischen der Wiener Stadthalle und dem Westbahnhof. Die junge Frau bemerkte, dass sie verfolgt wurde und wechselte mehrmals die Straßenseite. Plötzlich griff der Mann sie von hinten an, würgte sie und forderte sie auf, still zu sein. Die Ukrainerin schrie jedoch um Hilfe und wehrte sich. Obwohl es zu keinem sexuellen Übergriff kam, betonte die Staatsanwältin: „Es ist davon auszugehen, dass es zu geschlechtlichen Handlungen gekommen wäre, wenn nicht ein paar Passanten mitbekommen hätten, was da vor sich geht und ihr zu Hilfe gekommen wären“.

Der Tatverdächtige schildert seine Version

Vor Gericht beschrieb der Angeklagte die Situation anders. Er behauptete, lediglich Interesse an der Frau gehabt und sie angesprochen zu haben: „Ich bin ledig und sie hat mir gefallen.“ Seiner Meinung nach hätte sie ihm ihre Telefonnummer gegeben, wären nicht andere Personen dazwischengegangen und hätten Probleme verursacht. Dennoch gab er zu, Fehler gemacht zu haben. Das Opfer, das seit dem Angriff an Panikattacken leidet, zieht nun in Erwägung, ihr Studium in Wien abzubrechen und in ihre Heimat zurückzukehren.

Zweiter Vorfall am Wiener Hauptbahnhof

Der zweite Vorfall ereignete sich am 4. Mai gegen 11 Uhr am Busterminal des Wiener Hauptbahnhofs. Hier sprach der Syrer eine 23-jährige Touristin aus Norwegen an, die ihn jedoch ignorierte. Daraufhin brachte er sie zu Boden, legte sich auf sie und küsste sie. Auch ihre Brust berührte er. Doch die Touristin, eine Kampfsportlerin, wehrte sich erfolgreich. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, dass er Schwierigkeiten bei der Kommunikation hatte und kein Norwegisch spreche.

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Weitere Versuche und Verurteilung

Die Staatsanwältin führte an, dass der Angeklagte zuvor versucht hatte, etwa 30 weiterer fremde Frauen auf offener Straße zu küssen. Diese Anzeigen wurden jedoch zurückgestellt. Bedauern oder Reue zeigte der 37-Jährige vor Gericht nicht. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte ihm eine hohe Gefährlichkeit und prognostizierte weitere Straftaten. Beim Verlesen des Urteils, das noch nicht rechtskräftig ist, kündigte der Verurteilte eine Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. “Ich möchte nichts mehr hören davon,” sagte der Syrer, als ihm das Urteil- sechseinhalb Jahre Haft – übersetzt wurde.

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KO KOSMO-Redaktion
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