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Strategiewechsel

SpaceX-Chef bläst Mars-Mission ab – jetzt kommt die Mondstadt

SpaceX-Chef bläst Mars-Mission ab – jetzt kommt die Mondstadt
FOTO: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH/SHAWN THEW
2 Min. Lesezeit |

Elon Musk hat seine Marspläne vorerst auf Eis gelegt und richtet den Blick nun verstärkt auf den Erdtrabanten. Auf seiner Plattform X verkündete der SpaceX-Gründer einen überraschenden Strategiewechsel: Der Aufbau einer „sich selbst entwickelnden Stadt auf dem Mond“ rückt in den Fokus seiner Raumfahrtambitionen.

Hintergrund dieser Neuausrichtung ist eine nüchterne Zeitkalkulation – während eine Marskolonie erst in mehr als zwei Jahrzehnten realistisch erscheint, könnte die Mondbesiedlung bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre beginnen. Für Musk steht dabei die langfristige Sicherung der menschlichen Zivilisation im Vordergrund, die er durch den näheren Himmelskörper schneller voranbringen will.

Die Logistik spricht eindeutig für den Mond: Während Marsmissionen aufgrund der Planetenkonstellation nur alle 26 Monate möglich sind, bietet der Erdtrabant ein deutlich engeres Startfenster – alle zehn Tage könnte theoretisch eine Rakete dorthin aufbrechen. Dennoch bleibt der Rote Planet weiterhin im langfristigen Visier des Unternehmers. Nach Musks aktueller Planung soll der Grundstein für eine Marsstadt in fünf bis sieben Jahren gelegt werden.

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NASA-Konkurrenz

Im Wettlauf um die Himmelskörper spielt auch die Konkurrenz eine entscheidende Rolle. Die NASA strebt mit ihrem Artemis-Programm eine bemannte Mondlandung bis 2028 an und hat SpaceX mit der Entwicklung eines Mondlanders beauftragt. Allerdings steht das Projekt noch am Anfang, was bereits Kritiker auf den Plan rief. Sean Duffy, ehemals kommissarischer NASA-Administrator, äußerte Bedenken bezüglich der Zeitplanung und brachte Jeff Bezos‘ Raumfahrtunternehmen Blue Origin als mögliche Alternative ins Gespräch.

Musks Meinungswandel

Bemerkenswert ist Musks Meinungswandel: Noch vor Kurzem bezeichnete er das Artemis-Mondprogramm der NASA als „Ablenkung“ und plädierte für direkte Marsmissionen. Seine jetzige Kehrtwende deutet auf einen pragmatischeren Ansatz hin, der sowohl die technischen Realitäten als auch die Wettbewerbsdynamik in der kommerziellen Raumfahrt berücksichtigt.

Der SpaceX-Gründer plant nun eine selbsterhaltende Stadt auf dem Erdtrabanten.