Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einbürgerungen in Österreich stark gestiegen. Angeführt wird die Liste von diesen Nationalitäten.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 21.891 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, was einen Anstieg von 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt, wie die aktuelle Statistik Austria zeigt. Ein wesentlicher Faktor für diese Zunahme ist die Verleihung der Staatsbürgerschaft an politisch Verfolgte des NS-Regimes und deren Nachkommen, die etwa 40 Prozent aller Einbürgerungen ausmachen.
Von den neuen österreichischen Staatsbürgern leben 8.855 im Ausland. Die größte Gruppe stellen dabei mit 5.102 Personen Israelis, gefolgt von 2.241 Syrern und 1.392 Türken. Während die meisten Israelis in ihrem Heimatland bleiben, wohnen nahezu alle Syrer und Türken in Österreich.
Rückgang in Wien
In Wien, der Stadt mit den meisten Einbürgerungen (3.665), gab es jedoch einen Rückgang der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, genauso wie im Burgenland. Am stärksten zugenommen haben die Einbürgerungen in Oberösterreich mit einem Plus von fast 40 Prozent.
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Mehr als 75 Prozent der Einbürgerungen im Jahr 2024 erfolgten aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter wurden 6.202 Personen nach mindestens sechs Jahren Aufenthalt in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert, wie etwa nachhaltiger Integration oder Geburt in Österreich.
Ein Fünftel der neuen Staatsbürger wurde in Österreich geboren, und ein Drittel war unter 18 Jahre alt. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern.