Vier Tage nach der Übergabe versinkt die Luxusjacht in sardischen Gewässern – ein Motorschaden besiegelt ihr Schicksal.
Gebaut im Jahr 2020 auf der italienischen Werft Permare, brachte die „Angiola II“ ein Gewicht von 145 Tonnen auf die Waage. Das Fahrzeug verfügte über fünf Gästekabinen sowie separate Unterkünfte für die Besatzung und konnte dank vier Motoren eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 26 Knoten erreichen.
Am 11. August 2026 sank die Jacht zwischen der Insel Cappuccini und Capo Ferro vor der Costa Smeralda bei Porto Cervo, nachdem ein Motorschaden einen Brand im Maschinenraum ausgelöst hatte. Für den neuen italienischen Eigentümer kommt der Verlust zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt: Laut Berichten italienischer Medien hatte er das Schiff erst vier Tage vor dem Unglück in Empfang genommen.
Alle Geretteten
Alle 14 Personen an Bord – Gäste wie Besatzungsmitglieder – konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht worden war, drang Wasser in den Schiffsrumpf ein, woraufhin alle Personen das Schiff verlassen mussten.
In der Nähe befindliche Privatboote nahmen die Geretteten auf und brachten sie in den Ort Poltu Quatu auf Sardinien. Der Eigentümer blieb nach Angaben der zuständigen Behörden vor Ort und wartete auf das Eintreffen der Küstenwache sowie der Hafenbehörde von La Maddalena.
Wrack gesichert
Das Wrack liegt mittlerweile auf der Seite in einer Tiefe von rund sieben Metern. Treibstofflecks wurden bislang nicht festgestellt. Als Vorsichtsmaßnahme wurde der Bereich rund um das gesunkene Schiff mit schwimmenden Sperren gesichert, um eine Verunreinigung des Meeresgebiets zu verhindern.
Die Behörden überwachen die Unglücksstelle so lange, bis ein Spezialunternehmen mit einem Bergungsschiff vor Ort eintrifft und die Hebung des Wracks durchgeführt werden kann.
Parallel dazu laufen Ermittlungen, um die genauen Ursachen des Motorschadens und des daraus resultierenden Brandes zu klären.