Ein achtjähriger Junge ist an seinem Geburtstag nach dem Einatmen von Helium aus einem Luftballon verstorben. Der kleine Joshua Dunbar hatte sich mit dem Ballon, den seine Mutter Carly als Geburtstagsüberraschung vorbereitet hatte, in sein Zimmer zurückgezogen. Dort atmete er offenbar zu viel des Gases ein. Laut einem Bericht der Daily Mail starb der Junge durch „Ersticken durch einen Heliumballon“.
Mutters Warnung
Die Mutter des verstorbenen Kindes durchlebt nun eine traumatische Zeit und kämpft mit schweren Schuldgefühlen. Was als festliche Überraschung gedacht war, endete in einer Tragödie. In ihrer Trauer wendet sich Carly Dunbar mit einem eindringlichen Appell an andere Eltern: Sie sollten unter keinen Umständen Heliumballons für ihre Kinder kaufen.
Die verzweifelte Mutter beschreibt ihre gegenwärtige Situation als „die Hölle“ und betont, dass kein Geburtstagsfoto ein solches Risiko wert sei. Über die konkreten Gefahren, die von Helium für Kinder ausgehen können, informiert der Medizinjournalist und Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht in einem Videobeitrag.
Medizinische Risiken von Helium
Experten warnen: Das Einatmen von Helium ist keineswegs harmlos. Helium verdrängt den Sauerstoff in der Lunge, was zu einer gefährlichen Unterversorgung des Gehirns führen kann. Dr. Michael Bergmann, Notfallmediziner am Wiener AKH, erklärt: „Selbst kleine Mengen können bei Kindern schnell zu Bewusstlosigkeit führen, da ihr Körpergewicht geringer ist als bei Erwachsenen.“
In Österreich wurden in den letzten fünf Jahren mehr als 30 Notfälle bei Kindern im Zusammenhang mit Heliumballons registriert. Die meisten verliefen glimpflich, doch gab es auch mehrere Fälle mit schwerwiegenden Folgen wie Hirnschäden durch Sauerstoffmangel.
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Sicherheitsrichtlinien und Prävention
Das Österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen rät dringend: Heliumballons sollten nie unbeaufsichtigt in Kinderhänden sein. Besonders gefährlich ist das direkte Einatmen aus der Heliumflasche oder großen Ballons. Für Kindergeburtstage empfehlen Experten luftgefüllte Alternativen oder kleine Heliumballons mit einer Größe, die ein gefährliches Einatmen verhindert.
Eltern sollten ihren Kindern die Gefahren altersgerecht erklären und deutlich machen, dass Helium trotz des lustigen Stimmeffekts kein Spielzeug ist. Besonders bei Grundschulkindern besteht die Gefahr der Nachahmung, wenn sie den Stimmverzerrungs-Effekt bei anderen beobachten.