Ein toter Finnwal von beachtlichen Ausmaßen sorgte am 17. September für Aufsehen an der Terrazza Mascagni in Livorno. Das rund 18 Meter lange Meeressäugetier wurde in den frühen Morgenstunden von den Wellen direkt vor die bekannte Aussichtsplattform gespült – ein drastischer Kontrast zur sonst idyllischen Küstenlandschaft der Toskana.
Die Terrazza Mascagni gilt mit ihrem charakteristischen 8.700 Quadratmeter großen Schachbrettboden aus über 34.000 schwarz-weißen Fliesen und einer Balustrade aus 4.000 Säulen als einer der markantesten Aussichtspunkte der toskanischen Küste. Der nach dem Livornesen Komponisten Pietro Mascagni benannte Ort ist besonders bei Sonnenuntergang ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen.
📍 Ort des Geschehens
Anzeichen deutlicher Verwesung lassen darauf schließen, dass der etwa 40 Tonnen schwere Wal bereits seit längerer Zeit verendet war, bevor ihn die vorherrschende Windrichtung ausgerechnet an diesen touristischen Anziehungspunkt trieb.
Komplexe Bergung
Die ungewöhnliche Situation mobilisierte umgehend zahlreiche Einsatzkräfte. Vertreter von Umwelt- und Zivilschutzbehörden wurden ebenso alarmiert wie Experten des örtlichen Naturhistorischen Museums und die Stadtverwaltung unter Führung des Bürgermeisters. Nach Beratungen entschieden die Verantwortlichen, den Walkadaver zunächst auf offenes Meer zu transportieren, um dort eine fachgerechte Zerlegung durchzuführen.
Die Bergungsarbeiten gestalten sich allerdings kompliziert, da zahlreiche Schaulustige den Einsatz behindern und jeden Schritt mit ihren Smartphones dokumentieren.
Nach Abschluss der Bergungsaktion soll eine eingehende Untersuchung des Tierkörpers Aufschluss über die genaue Todesursache geben.