In Wien-Favoriten, einem Bezirk, der erst kürzlich unter ein strenges Waffenverbot gestellt wurde, ereignete sich in der Nacht auf Montag erneut eine Messerattacke. Zwei Personen wurden Opfer einer brutalen Messerattacke, als ein unbekannter Täter nach ihren Smartphones verlangte und bei Weigerung zur Tat schritt.

Eskalation in der Quellenstraße
Kurz nach 23 Uhr bot sich den alarmierten Polizisten in der Quellenstraße ein dramatisches Bild. Eines der Opfer lag schwer verletzt am Boden. Sofort leisteten die Beamten Erste Hilfe und setzten alles daran, das Leben des Verletzten zu stabilisieren. Der Angreifer jedoch war in der Dunkelheit verschwunden. Laut Angaben des zweiten Opfers, welches die Situation überlebte, wollte man lediglich Zigaretten aus dem Automaten ziehen, als der Angriff unvermittelt erfolgte.
Am Leben, aber schwer gezeichnet
Die Wiener Berufsrettung kämpfte sich mit medizinischer Akutversorgung durch, um die Opfer stabil ins Krankenhaus zu bringen. Dort musste insbesondere das Opfer mit den Bauchverletzungen intensiv behandelt werden. Glücklicherweise war sein Zustand nicht lebensbedrohlich. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, und immerhin konnte in Tatortnähe eine Jacke des Opfers als potenziell wertvolles Beweisstück sichergestellt werden.
Im Schatten des Waffenverbots
Seit Ende März herrscht rund um den Reumannplatz das Waffenverbot, doch die jüngsten Ereignisse werfen Fragen auf. Mit Strafen bis zu 1.000 Euro, die für Erstvergehen festgelegt wurden und für Wiederholungstäter sogar auf bis zu 4.600 Euro ansteigen, soll die Maßnahme bis Ende Juni 2024 abschreckend wirken. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, die Wirksamkeit dieser Regelung zu überprüfen und die Sicherheit im Bezirk zu gewährleisten.
