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ÄRZTE WARNEN

Trump schlägt Impfungen mit Desinfektionsmittel vor

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(Symbolfoto FOTO: iStock)

Bei einer Pressekonferenz ermutigte US-Präsident die Forscher über eine Desinfektionsmittel-Impfung nachzudenken.

In seinen letzten Sitzungen bewarb Donald Trump immer wieder das Malaria-Mittel im Kampf gegen das Coronavirus an. Laut Studien soll die Behandlung damit jedoch eine viel höhere Sterberate mit sich bringen, wodurch der US-Präsident nun vermutlich davon abgekommen ist.

Die letzte Pressekonferenz nutzte er, um seinen neuesten Vorschlag anzubringen und ermutigte Forscher den Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Vor Journalisten sagte er im Weißen Haus, dass er die Idee für „interessant“ halten würde.

Direkt nach der Konferenz erklärte ein Regierungsexperte, dass Bleich- und Desinfektionsmittel den Erreger Sars-CoV-2 auf trockenen, metallischen Flächen abtötet. Von einer inneren Anwendung wurde jedoch nicht gesprochen, berichtet „SPIEGEL Wissenschaft“.

Ärzte warnen vor solchen Prozeduren am menschlichen Körper und betonen, dass diese höchstwahrscheinlich lebensgefährlich wären. Auch auf Sozialen Netzwerken und in Interviews betonten sie, dass solche Injektionen tödlich sein könnten.

Kritik hagelte es auch von seinem Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl im November, dem Demokraten Joe Biden. Er riet Trump dazu sich lieber um bessere Tests und Schutzausrüstungen für Mitarbeiter im Gesundheitsbereich einzusetzen.