Ein Zollstreit zwischen den USA und der EU blockiert Kroatiens OECD-Beitritt. Die Verhandlungen stocken, doch Kroatien bleibt optimistisch.

Kroatiens Weg in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat unerwartete Hindernisse erfahren. Ein Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union hat die Abstimmung über Kroatiens Beitrittsverhandlungen zum Erliegen gebracht, wie Dnevnik.hr berichtet.
Bereits in 19 von 25 OECD-Ausschüssen konnte Kroatien seine Verhandlungen erfolgreich abschließen, wobei die Fortschritte schneller als erwartet verliefen. Doch als der Handelsausschuss an der Reihe war, wurde die entscheidende Abstimmung auf unbestimmte Zeit vertagt. Inoffizielle Quellen führen diese Verzögerung auf den bestehenden Zollkonflikt zwischen der EU und den USA zurück.
Herausforderungen im Handelsausschuss
Zdenko Lucic, Staatssekretär im kroatischen Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten, zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Fortsetzung der Verhandlungen.
„Die Abstimmung im Handelsausschuss wird stattfinden, sobald die Rahmenbedingungen passen. Wir stehen in engem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern und der OECD, um alle Fragen zu klären, die unseren Beitritt betreffen“, erklärte Lucic laut Dnevnik.hr.
Lucic hob hervor, dass noch erhebliche Anstrengungen erforderlich sind und Kroatien plant, die Diskussionen in den verbleibenden sechs Ausschüssen bis zum Jahresende abzuschließen.
Trotz der aktuellen Verzögerungen bleibt das Ziel bestehen, bis Mitte des nächsten Jahres der OECD beizutreten.
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