In der Sperrzone rund um Tschernobyl brennt es – und die Sorge vor radioaktivem Rauch wächst mit jeder Stunde.
In der Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist es erneut zu einer besorgniserregenden Lage gekommen. Bereits am 14. Februar 2025 hatte eine russische Drohne die Schutzhülle des zerstörten Reaktors beschädigt – nun sorgt ein weiterer Vorfall für Alarm: Am Donnerstag stürzte eine Drohne in der Sperrzone ab und löste in der Folge einen Waldbrand aus.
Laut örtlichen Behörden, auf die sich der ORF beruft, sind rund 1.100 Hektar von dem Feuer betroffen. Starker Wind erschwert den Einsatzkräften die Löscharbeiten erheblich. Angaben zur Herkunft der abgestürzten Drohne wurden bislang nicht gemacht.
Radioaktive Gefahr
Das Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland weist darauf hin, dass durch das Feuer radioaktive Stoffe in die Atmosphäre gelangen können. Diese würden über den Rauch aufsteigen und sich mit den Luftströmungen verbreiten.
Mit der Atomkatastrophe von 1986 sei die aktuelle Situation zwar nicht vergleichbar, dennoch könnten bei ausgedehnten Waldbränden radioaktive Partikel auch außerhalb der Sperrzone in der Luft messbar sein.
Die zuständigen Behörden vor Ort gaben vorerst jedoch Entwarnung: Die gemessenen Strahlungswerte lägen derzeit „innerhalb der normalen Grenzen“.