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Türkei: Erdogan reagiert wütend auf Kosovo

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(FOTO: Twitter,Facebook Tayyip Erdogan)

Prištinas Versprechen an Israel, eine Botschaft in Jerusalem zu eröffnen, stieß in der Türkei auf heftige Kritik.

Laut der schwedischen Zeitung Dagens Niheter, glaubt türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan, dass Kosovo sowohl ihn als auch die muslimische Welt verraten hat. Auf die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Kosovo, sowie die Eröffnung der Kosovo-Botschaft in Jerusalem, reagierte auch das palästinensische Außenministerium. Diese bewertete die Tat als enttäuschend und forderte Priština auf den Plan zur Eröffnung einer Botschaft aufzuheben.

“Das Abkommen, welches Kosovo mit dem Besatzungsstaat (Israel) unterzeichnet hat, hat die Absichtserklärung eine Botschaft im besetzten Jerusalem zu eröffnen. Dies ist ein Schritt, der allem widerspricht, was Kosovo versucht, um die Welt davon zu überzeugen, es anzuerkennen.”, sagte das palästinensische Ministerium in einer Erklärung zu Economy online.

Israel und das Kosovo haben am 1. Februar im Rahmen einer Online-Zeremonie offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen. Der israelische Außenminister Gabriel Ashkenazi bezeichnete den Tag als historisch und dankte den Vereinigten Staaten dafür. Anschließend enthüllte er eine Plakette mit der Aufschrift “Botschaft der Republik Kosovo in Jerusalem, Israel”.

Die Anerkennung Kosovos durch Israel ist Teil des Abkommens zwischen Priština und Belgrad, das im September letzten Jahres von der Regierung Donald Trump vermittelt wurde. Die Vereinbarung beinhaltete auch die gegenseitige Anerkennung zwischen Kosovo und Israel, sowie die Verpflichtung von Belgrad und Priština ihre Botschaften in Jerusalem zu errichten.

Kosovo ist das erste Land mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung, das eine Botschaft in Jerusalem eröffnet, berichtet Kosovo online.