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Um HIER leben zu dürfen: Bewohner müssen sich Organ entfernen lassen

(FOTO: Wikimedia Commons/Own Work)

In einem chilenischen Dorf in der Antarktis dürfen nur Menschen wohnen, die bereit sind, sich ein bestimmtes Organ entfernen zu lassen. Das hat einen guten Grund!

Villa Las Estrellas (die „Sternenstadt“) ist ein chilenisches Dorf auf King George Island vor der Antarktischen Halbinsel. Im Sommer leben in der Siedlung rund 150 Einwohner, im Winter sind es um die 80 Personen, darunter auch Kinder. Die meisten von ihnen sind Wissenschaftler oder Personal der chilenischen Luftwaffe bzw. Marine, doch viele von ihnen bringen oft ihre ganze Familie in das kleine Dorf mit. Doch egal ob groß oder klein: Allen Bewohnern von Villa Las Estrellas ist etwas gemein – ihnen fehlt das gleiche Organ.

Denn wer in dem chilenischen Dorf leben möchte, muss sich als Voraussetzung dafür den Blinddarm entfernen lassen, wie der britische Fernsehsender BBC berichtet. Will man dort länger als ein paar Wochen bzw. Monate verbringen – sogar als Kind –, ist es die einzige Möglichkeit, um überhaupt langfristig in der Siedlung in der Antarktis leben zu dürfen. Der Grund:

Das nächste größere Krankenhaus ist mehr als 1.000 Kilometer von der Siedlung entfernt. Das ist bei einer Blinddarmentzündung eindeutig zu weit weg für eine nötige Operation. Die Blinddarmentfernung ist also eine Art Vorsichtsmaßnahme für die Menschen, die länger bleiben. Denn wenn ein entzündeter Appendix nicht oder zu spät entfernt wird, könnte das für den Patienten sogar tödlich enden. Außerdem gibt es nur wenige Ärzte auf der Basis, und keiner davon ist spezialisierter Chirurg. 

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