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EU-AUSSENGRENZE

Ungarn baut zweiten Zaun an serbischer Grenze

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Grenzzaun Ungarn-Serbien
(FOTO: Tanjug/Nemanja Jovanović)

Neben der bereits bestehenden Grenzsperre haben nun Arbeiten für einen zweiten Zaun an der Grenze Ungarns zu Serbien begonnen.

Kürzlich teilte György Bakondi, der Sicherheitsberater von Ministerpräsident Viktor Orbán, im Interview für eine ungarische Zeitung mit, dass der neue Grenzzaun Teil eines schärferen Vorgehens gegen Asylwerber sei.

Rund 123,14 Millionen Euro wird seitens der ungarischen Regierung in die zusätzlichen Schutzmaßnahmen an der Grenze investiert. Ebenso wird es künftig eine Verschärfung des Vorgehens gegen aufgegriffene Asylwerber geben. Dies bedeutet, dass diese das gesamte Asylverfahren an den neu eingerichteten „Transitzonen“ an der Grenze abwarten müssen.

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Die Situation in Belgrad wird für Flüchtlinge immer dramatischer. In einem Lagerhaus in der Nähe des Belgrader Hauptbahnhofs, versammeln sich vermehrt Kinder, zumeist in Decken gewickelt und suchen Zuflucht vor der Kälte.

Diese Neuerung gilt für alle, auch für sogenannte „verletzliche Gruppen“, zu welchen unter anderem Familien mit Kleinkindern, Kranke, unbegleitete Minderjährige zählen.

Zu dem bereits 175 Kilometer langen Grenzzaun entsteht nun ein zweiter, welche mit Überwachungs- und Wärmebildkameras, sowie einem Alarmsystem ausgestattet sein wird. Bis Ende Mai soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein.

Obwohl seit der Grenzschließung die Anzahl an Migranten die nach Ungarn einreisen stark gesunken ist, so werden an der ungarisch-serbischen Grenze wöchentlich auch weiterhin rund 300 Flüchtlinge aufgegriffen.

Durch die Schließung der Balkanroute sind viele Migranten in Serbien gestrandet, welche nun versuchen mit Hilfe von Schleppern weiter in Richtung EU zu reisen.