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Doppelmordversuch

Versuchter Doppelmord am Reumannplatz: Vater und Sohn angeklagt

Versuchter Doppelmord am Reumannplatz: Vater und Sohn angeklagt
(FOTO: iStock, Google-Maps Screenshot)
2 Min. Lesezeit |

In einer erschütternden Wendung am Reumannplatz in Wien-Favoriten wurden ein 22-jähriger Mann und sein 45-jähriger Vater, beide mit tschetschenischem Hintergrund, von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Ihnen wird der versuchte zweifache Mord an zwei jungen Syrern im Alter von 18 und 21 Jahren vorgeworfen. Der zugrunde liegende Konflikt, der in Gewalt eskalierte, zog weitreichende Aufmerksamkeit auf sich und wirft erneut Fragen nach der Integration und dem Zusammenleben verschiedener Gemeinschaften in der Stadt auf.

Die dramatischen Ereignisse nahmen ihren Anfang am Abend des 1. März, als bereits früher am Tag ein Streit zwischen dem jungen Mann tschetschenischer Herkunft und einem der syrischen Männer zu Handgreiflichkeiten führte. Laut Anklage fühlte sich der 22-jährige Wiener durch den Blick des ihm unbekannten Syrers provoziert, was zunächst zu einer verbalen und anschließend zu einer physischen Auseinandersetzung führte. Diese erste Konfrontation endete mit dem Einsatz von Pfefferspray durch den Syrer und schien vorüber zu sein.

Blutige Eskalation am Abend

Jedoch trafen die Gegenspieler am späten Abend erneut aufeinander, diesmal am belebten Reumannplatz. Der Konflikt eskalierte rapide, als der 22-Jährige ein Klappmesser zog und seinen syrischen Kontrahenten angriff, während der Vater andere Syrer mit einem Messer in Schach hielt. Dem attackierten Syrer wurde dabei vermutlich als Rache für den früheren Vorfall ein Stich in die Brust versetzt. Als Vater und Sohn versuchten, sich vom Tatort zu entfernen, wurden sie von einem Freund des Verletzten verfolgt, der ebenfalls niedergestochen wurde. Dessen Überleben, nach einem Stich in die Brustschlagader und der Verletzung der Lunge, grenzt an ein Wunder.

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Anklage & anstehender Prozess

Die Staatsanwaltschaft sieht in beiden Fällen eine klare Tötungsabsicht des jungen Tschetschenen. Sein Vater muss sich ebenfalls vor Gericht verantworten, da ihm Beitragstäterschaft zur Last gelegt wird. Ein Gerichtstermin steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Diese beunruhigende Tat unterstreicht die Notwendigkeit einer fortwährenden Diskussion über soziale Integration und den Umgang mit Konflikten innerhalb der vielfältigen Gemeinschaft Wiens.

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KO KOSMO-Redaktion
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