Start NEWS PANORAMA Vom Steuerzahler finanziert: Bosnien schmeißt österreichische Impf-Spenden weg
VERSCHWENDUNG

Vom Steuerzahler finanziert: Bosnien schmeißt österreichische Impf-Spenden weg

(FOTO: iStock)

Eine halbe Million AstraZenec-Impfstoffdosen, die Österreich an Bosnien und Herzegowina gespendet hatte, wurden weggeworfen, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen war.

Die Kronen Zeitung betont, dass das von der ÖVP geführte Außenministerium für diese Spenden zuständig war und dass die Käufe von Steuergeldern der Österreich finanziert wurden. Alles um sonst, denn ein großer Teil des Covid-19-Impfstoffs wurde nun weggeworfen.

Weiter heißt es, dass die Impf-Spende für Bosnien und Herzegowina die zweitgrößte ist, die Österreich je getätigt hat. Nur der Iran hat noch mehr Impfdosen von Österreich erhalten. „Wir mussten einige (Impfstoffe) davon wegwerfen“, sagte der Sprecher des bosnisch-herzegowinischen Ministeriums für Zivilangelegenheiten, Dušan Kojić.

Der AstraZeneca-Impfstoff hatte eine Haltbarkeit von sechs Monaten und die von Österreich im August gespendeten Impfdosen wären nur noch bis Oktober oder November verwendbar gewesen. Daher hatten die bosnischen Behörden nur wenige Wochen Zeit, die Impfstoffe in die Krankenhäuser zu überführen und einzusetzen. Das scheint wohl nicht genug Zeit gewesen zu sein. SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr, kritisierte das Vorgehen Österreichs und ist der Meinung, dass es “unbrauchbare Corona-Impfstoffdosen” gewesen wären.

Probleme
Wie viele Dosen im Müll landeten, konnte Kojić nicht genau sagen, denn “wir haben AstraZenec-Impfstoffe nicht nur aus Österreich erhalten”. Bei der Zählung der weggeworfenen Dosen wurden diese nicht nach Herkunftsländern getrennt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Lieferung und Verteilung von Impfstoffspenden an ärmere Länder suboptimal abgewickelt wurde. Das deutsche Gesundheitsministerium warnte bereits vor Wochen davor, dass aufgrund von bürokratischen und logistischen Problemen immer öfter Impfstoffe weggeworfen werden müssen.

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