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DONAUSPITAL

Von Spital heimgeschickt: Wienerin musste daheim entbinden

Symbolfoto (FOTO: Wikimedia Commons/Linie29, zVg.)

Eine 24-Jährige Frau wurde mit Wehen von der Rettung ins Donauspital eingeliefert. Sie wurde jedoch wieder nach Hause geschickt, wo sie schließlich das Kind zur Welt brachte.

Nachdem die Wiener im Krankenhaus angekommen war, wurden einige Untersuchungen durchgeführt. Trotz Wehen wurde die 24-Jährige wieder entlassen und das, obwohl ihr Muttermund bereits zwei Zentimeter geöffnet gewesen sei, berichtet ihr Freund gegenüber „Heute“. Das Personal habe jedoch gesagt, dass sie erst bei Schmerzen wieder vorstellig werden solle.

Entbindung daheim – „ein Skandal“
Die junge Frau fuhr also wieder heim und nur kurz nachdem sie wieder in ihrer Wohnung in Wien-Simmering war, setzten die Presswehen schon ein. Die 24-Jährige verständigte abermals die Rettung. Diese war jedoch nicht rechtzeitig vor Ort, weshalb sie das Kind ohne medizinische Hilfe zur Welt brachte. „Wir hatten keinerlei medizinische Unterstützung und so musste ich ihr helfen, unser Kind auf die Welt zu bringen“, so ihr Partner weiter.

Er bezeichnet die Art und Weise wie mit seiner Freundin umgegangen ist als „Skandal“. Man habe eine Frau direkt vor der Geburt nach Hause geschickt. „Außerdem ist es mir unerklärlich, wieso im Mutter-Kind-Pass eingetragen wurde, dass unser Kind im Krankenhaus, im Beisein eines Arztes und einer Hebamme, auf die Welt gekommen ist.“

Die 24-Jährige und das Neugeborene wurden nach der Entbindung in den eigenen vier Wänden ins Krankenhaus gebracht und allen notwendigen medizinischen Untersuchungen unterzogen. Beiden geht es gut.

Spital: „Es tut uns sehr leid“
Gegenüber „Heute“ erklärte Elena Reghenzani, Pressesprecherin des Wiener Gesundheitsverbunds, dass es stimmte, dass die 24-Jährige am 2. September in der Klinik-Donaustadt vorstellig gewesen ist. Da die Wehen jedoch im Spital aufgehört und die Untersuchungen dies auch bekräftigt haben, sei dies ein Hinweis darauf gewesen, dass die Geburt noch nicht so weit fortgeschritten ist. Außerdem sei es laut Reghenzani förderlicher für den Geburtsfortschritt, wenn sie die Hochschwangeren zu Hause entspannen können.

„Dass Frau P. die Geburt zuhause ohne professionelle Unterstützung meistern musste, tut uns sehr leid. Glücklicherweise sind Mutter und Kind am 3. September kerngesund in der Klinik Donaustadt eingetroffen“, so die Pressesprecherin weiter.

Quellen & Links:

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