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SERBIENS MIGRATIONSPOLITIK

Vučić: „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber Serbien wird kein „Parkplatz“ für sie sein“

(FOTOS: zVg., Facebook/Vjosa Osmani, Twitter/@diablo666_6)

Albanien, Nordmazedonien und Kosovo gaben am Mittwoch offiziell bekannt, afghanische Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Amerika zwischenzeitlich aufzunehmen. Nun äußerte sich Serbiens Präsident Aleksandar Vučić zu dem Unterfangen.

Während seines Besuchs in Brus, 240 Kilometer südlich von Belgrad, erklärte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić am gestrigen Donnerstag, dass er zwar nichts gegen Flüchtlinge habe, jedoch kein „Parkplatz für jene sein wird, die aus dem Ausland kommen“. Vučić bezieht sich dabei auf eine Nachfrage von Journalisten, die ihn baten die Zusicherung des Kosovos zu kommentieren, afghanische Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Amerika zwischenzeitlich aufzunehmen. Albanien, Kosovo und Nordmazedonien waren die ersten europäischen Länder, die sich bereit erklärten, Afghanen, die nach der Eroberung ihres Landes durch die Taliban in die USA fliehen, vorübergehend Unterschlupf zu gewähren.

„Nichts gegen Flüchtlinge, aber…“
Auf die mögliche Flüchtlingswelle aus Afghanistan – nach der Machtübernahme durch die Taliban vor vier Tagen – angesprochen, sagte Vučić, dass sie nicht nach Serbien kommen würden: „Niemand kommt zu uns, ich sehe nicht, dass es ein Problem ist oder wie es für uns ein Problem sein könnte.“

Dann appellierte der serbische Präsident noch an die Menschlichkeit: „Aber lasst uns etwas Menschlichkeit zeigen, woher so viel Fremdenfeindlichkeit und so viel Hass gegenüber jedem, der von irgendwoher kommt.“ Denn: „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, wenn es sich tatsächlich um Flüchtlinge handelt, warum sollte es dann ein Problem für uns sein, 100 oder 200 Menschen aufzunehmen“, so Vučić in seiner Antwort.

Vučić sehe also kein Problem mit der Ankunft von Flüchtlingen aus Afghanistan, die der Kosovo bereit war aufzunehmen und fügte hinzu, dass man einem dreijährigen Kind nicht sagen könne, dass man es nicht aufnehmen kann, es brauche mehr Menschlichkeit.

Am Ende fügte das serbische Staatsoberhaupt jedoch noch hinzu: Serbien wird kein „Parkplatz für jene sein, die aus dem Ausland kommen“.

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