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Was ist aus den ESC-Vertretern der Bundesrepublik Jugoslawien geworden?

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EUROVISION. Der größte internationale Musikwettbewerb findet bereits seit 1956 statt und Jugoslawien war fünf Jahr später zum ersten Mal mit dabei. Seitdem hat dieser Songcontest unzählige Hits und Balkan-Evergreens hervorgebracht. Aber was ist aus unseren gefeierten Sängern nach dem Wettbewerb geworden?

1967
Lado Leskovar – „Vse rože sveta“

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FOTO: zVg.

Wir beginnen unsere Liste mit dem Lied “Vse rože sveta” der slowenischen Musikerlegende Lado Leskovar. Er errang damals bei dem in Wien ausgetragenen Wettbewerb den achten Platz. Obwohl er mit dem Lied „Potraži me u predgrađu“ einen großen Hit hatte, hat sich Leskovar auch in anderen künstlerischen Metiers versucht, nämlich im Schauspiel. Seit 1980 beschäftigt er sich mit Journalistik und arbeitet bei RTV Slovenija als Journalist und Redakteur.

1983
Daniel – „Džuli“

Daniel
FOTO: zVg.

Milan Popović, wie der Sänger mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte sein erstes Album nur ein Jahr, bevor er mit dem Liebeslied „Džuli“ am Songcontest teilnahm. Er erreichte den 4. Platz, sein Lied wurde auch ins Deutsche übersetzt und wurde nicht nur in Jugoslawien, sondern in ganz Europa ein großer Hit. Obwohl er seine musikalische Karriere auch weiterhin verfolgte, gelang ihm keine weitere auch nur annähernd so erfolgreiche Veröffentlichung. Sein letztes Album „Fantazija“ blieb 2013 fast unbeachtet.

1989
Riva – „Rock me“

Riva
FOTO: zVg.

Der einzige Sieger auf dieser Liste und in der Songcontest-Geschichte der Bundesrepublik Jugoslawien überhaupt ist die Gruppe Riva. Mit dem englischen Titel und dem serbokroatischen Text begeisterten sie die Jury ebenso wie das Publikum. Aber schon drei Jahre nach dem Songcontest und vier Jahre nach ihrer Gründung trennte sich die Gruppe kurz vor Kriegsausbruch 1992. Die ehemalige Leadsängerin der Gruppe, Emilija Kokić, nahm 2003 noch einmal am Songcontest teil, aber ihr Lied „Anđeo“ schaffte es nicht einmal ins Halbfinale.

1990
Tajči – „Hajde da ludujemo“

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FOTO: zVg.

Nachdem sie den Jugovizija-Wettbewerb in Zadar mit dem Lied „Hajde da ludujemo“ gewonnen hatte, vertrat Tatjana Matejaš „Tajči“ Jugoslawien 1990 in Zagreb. 1992 verließ sie Kroatien und ging in die USA. Dort lernte sie ihren Mann, den Musikproduzenten Matthew Cameron, kennen, mit dem sie drei Söhne hat. Ende 2017 starb Matthew an Krebs. Tajči macht heute geistliche Musik und tritt in katholischen Kirchen überall in den USA auf.

Wie die Auftritte von damals ausgesehen haben, könnt ihr euch auf der nächsten Seite ansehen: