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Familiendrama

Wegen Unterhalt: Busfahrer wollte Ex und Kind verbrennen

Wegen Unterhalt: Busfahrer wollte Ex und Kind verbrennen
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Mit Benzin und Feuer wollte er seine Probleme lösen – ein Busfahrer steht vor Gericht, weil er die Wohnung seiner Ex in Brand setzte. Der Grund: 367 Euro Unterhalt.

Vor dem Landgericht München verantwortet sich derzeit ein 31-jähriger Syrer für eine schwerwiegende Tat. Abdulrahman K. soll die Wohnung seiner früheren Lebensgefährtin in Brand gesetzt haben. Obwohl der Busfahrer die Tat im Gerichtssaal einräumte, bestritt er eine Tötungsabsicht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, nachts ins Treppenhaus eingedrungen zu sein und Benzin durch einen Türspalt in die Wohnung seiner Ex-Partnerin gegossen zu haben, bevor er es entzündete. Der Angeklagte behauptet, von fünf Litern Benzin lediglich ein Glas vor der Tür verschüttet zu haben. Paradoxerweise beteuerte er: „Familie ist für mich das Wichtigste.“

Hintergrund der Brandstiftung waren offenbar Unterhaltszahlungen von 367 Euro monatlich. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Busfahrer sowohl seine ehemalige Partnerin als auch den gemeinsamen zweijährigen Sohn töten wollte. Der Mann aus München muss sich wegen versuchten Mordes verantworten und befindet sich seit Anfang des Jänners in Untersuchungshaft.

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Traumatische Folgen

Die 31-jährige Jenny G. schilderte im Prozess die traumatischen Folgen des Vorfalls: „Ich leide unter Angstzuständen und werde ständig von Albträumen geplagt. Mein Ex wollte mich und meinen Sohn verbrennen.“ Die Mutter berichtete, wie ihr gesamtes Leben aus den Fugen geraten sei und sie ihre Wohnung verloren habe. In der Tatnacht im März 2024 wurde sie durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen. Mit ihrem damals einjährigen Kind auf dem Arm flüchtete sie durch die Flammen ins Freie, wobei sie Verbrennungen im Gesicht und an einem Arm erlitt. Ihr Sohn blieb unverletzt. Die Wohnung wurde durch das Feuer unbewohnbar, der entstandene Schaden beläuft sich auf 62.000 Euro.

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Das Paar hatte sich im Jahr 2023 kennengelernt. Nach kurzer Beziehungszeit wurde die Frau schwanger, doch der Busfahrer zeigte laut Anklage kaum Interesse am gemeinsamen Kind. Nach der Trennung reagierte er verärgert auf die Unterhaltsforderungen von 367 Euro. Als das Sozialreferat ihn wegen ausstehender Zahlungen in Höhe von 1700 Euro mahnte, befand sich K. bereits mit 110.000 Euro in der Schuldenfalle und musste zudem für ein weiteres Kind Unterhalt leisten – bei einem monatlichen Einkommen von 2000 Euro.

Lebensgefährliche Tat

„Wie kann ein Mensch zu solch einer Tat fähig sein? Wäre ich nicht aufgewacht, hätten mein Sohn und ich sterben können“, sagte Jenny G. während der Verhandlung. Insgesamt 40 Einsatzkräfte waren nötig, um den Brand im Erdgeschoss des neunstöckigen Wohngebäudes zu löschen. Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe. Laut Anklageschrift fasste K. den Entschluss, „den Sohn und die Kindsmutter zu töten, um sich den Unterhaltsverpflichtungen zu entziehen“.

Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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KO KOSMO-Redaktion
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