Kopenhagen thront erneut an der Weltspitze – Wien muss sich geschlagen geben. Das globale Städteranking 2025 hält einige Überraschungen bereit.
Zum zweiten Mal in Folge belegt Kopenhagen den ersten Platz im Global Liveability Index – und verweist damit Wien erneut auf den zweiten Rang. Der Index wird jährlich von der Economist Intelligence Unit (EIU) erstellt, dem Forschungs- und Analysearm der Economist Group. Grundlage der Erhebung sind Befragungen von Expats – also Menschen, die dauerhaft außerhalb ihres Herkunftslandes leben. Der Global Liveability Index 2025 bewertet insgesamt 173 Städte weltweit anhand von 30 Indikatoren in fünf Kategorien: Stabilität, Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur.
Hinter Kopenhagen und Wien folgen Melbourne auf Platz drei, Genf auf Platz vier sowie Sydney auf Rang fünf. Westeuropa behauptet sich mit einem Durchschnittswert von 91,7 Punkten als lebenswerteste Region der Welt. Die Bewertung erfolgt in den Bereichen Stabilität, Bildung und Infrastruktur – in allen drei Kategorien erzielte Kopenhagen die maximale Punktzahl von jeweils 100.
Asiens Aufstieg
Über mehrere Jahre hinweg hatte Wien die Spitzenposition in diesem Ranking inne, ehe die dänische Hauptstadt die österreichische Bundeshauptstadt 2025 ablöste. Wien belegte in den Jahren 2018, 2019, 2022, 2023 und 2024 jeweils den ersten Platz und wurde 2018 als erste europäische Stadt überhaupt an die Spitze dieses Rankings gesetzt. Den stärksten regionalen Zuwachs verzeichnete Asien mit einem Plus von 0,3 Punkten auf einen Gesamtwert von 73,9. Als Hauptgrund nennt der Economist Fortschritte im Gesundheitswesen chinesischer Städte – sämtliche 19 im Index erfassten Städte Chinas verbesserten sich in dieser Kategorie.
New York kletterte um drei Plätze auf Rang 66 und gehört mit einem Zuwachs von 1,2 Punkten zu den größten Aufsteigern des gesamten Rankings. Laut Economist ist diese Entwicklung auf rückläufige Kriminalitätszahlen und ein gesunkenes Terrorrisiko zurückzuführen.
Nahost unter Druck
Einen gegenläufigen Effekt auf das Gesamtranking hatte die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten. Der Krieg gegen den Iran habe die Stabilitätswerte in der gesamten Region gedrückt. Städte in Nahost und Nordafrika verloren im Schnitt mehr als drei Plätze.
Maskat büßte 14 Ränge ein und liegt nun auf Platz 123, Kuwait-Stadt fiel um zwölf Positionen auf Rang 105. Das Schlusslicht des Rankings bilden nach wie vor Städte, die von Krieg oder extremer Armut geprägt sind. Damaskus bleibt trotz einer verbesserten Gesundheitsversorgung seit dem Machtwechsel in Syrien Ende 2024 das letzte der Rangliste.
Teheran rutschte kriegsbedingt auf Rang 164 ab und zählt damit zu den zehn am schlechtesten bewerteten Städten weltweit, Kiew fiel auf Platz 166 zurück.