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Religionsstreit

„Werden nicht schweigen“: Protest-Welle gegen Schulkopftuchverbot rollt an

„Werden nicht schweigen“: Protest-Welle gegen Schulkopftuchverbot rollt an
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Religiöse Symbole oder staatliche Kontrolle? Österreichs Regierung will Kopftücher an Schulen verbieten – mit Strafen bis zu 1.000 Euro für Eltern, die sich widersetzen.

Das geplante Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zur 8. Schulstufe löst in Österreich eine kontroverse Debatte aus. Die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der ab Sommer 2026 sowohl an öffentlichen als auch an privaten Bildungseinrichtungen greifen soll. Die Umsetzung des Verbots soll primär durch die Schulen erfolgen, wobei ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen ist: Zunächst erfolgt ein Gespräch mit der betroffenen Schülerin, anschließend werden die Eltern einbezogen.

Bei anhaltenden Verstößen drohen den Erziehungsberechtigten Geldstrafen zwischen 150 und 1.000 Euro. Besonders in Wien, wo etwa 41 Prozent der Pflichtschüler muslimischen Glaubens sind, dürfte die Regelung erhebliche Auswirkungen haben.

Gesetzliche Details

Der Gesetzesentwurf befindet sich derzeit in der Begutachtungsphase, die am 23. Oktober abgeschlossen sein wird. Als offizielle Begründung für die Initiative führen die Regierungsparteien an, dass damit „soziale Ungleichheit und Druck auf junge Mädchen“ verhindert werden sollen.

Die Maßnahme stößt jedoch auf erheblichen Widerstand: Für Freitag, den 17. Oktober, ist vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien eine Protestkundgebung angesetzt.

Breitere Kontroverse

Die Auseinandersetzung um religiöse Symbole in Bildungseinrichtungen beschäftigt Politik, Religionsgemeinschaften und Bildungsexperten in Österreich bereits seit Jahren. Insbesondere Lehrervertreter äußern massive Bedenken gegen das geplante Verbot.

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Parallel dazu verfolgt die Regierung einen verschärften Kurs in der Asylpolitik, der unter anderem eine Arbeitspflicht für Asylwerber und eine verbindliche „Hausordnung“ vorsieht.

Am Rande der Debatte sorgt zudem ein Wiener Friseur für Aufmerksamkeit, der speziell Frauen mit Kopftuch Preisnachlässe gewährt.

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KO KOSMO-Redaktion
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