Wie das Resting-Bitch-Face-Syndrom mein Sozialleben beeinflusst

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Wie das Resting-Bitch-Face-Syndrom mein Sozialleben beeinflusst

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(Foto: pixabay)

#RBF. Wer sich in der Welt von Instagram, Twitter und Co. auskennt, hat diese Abkürzung in der Kombination mit einem Hashtag bereits gesehen. Die Rede ist von dem allseits bekannten Resting-Bitch-Face. Für die Ahnungslosen unter euch, die sich unter diesem Begriff absolut keine Mimik vorstellen können: Kennt ihr Kanye West und sein atemberaubendes Lachen? Ja, genau so sieht meines auch immer aus. Ein strenger Blick, die Mundwinkel bleiben in der Waagerechten und die Wangenmuskulatur ist angespannt.

Genau hier beginnt meine Leidensgeschichte und Ich glaube, ich habe genug andere RBF-Genossen, die mitfühlen können. Denn mit so einem Gesichtsausdruck „gesegnet“ zu sein, kann im Alltag und auch im Dating-Leben richtig nerven. Natürlich denken sich jetzt die meisten von euch „Naja, dann lach‘ doch einfach und tu‘ nicht so auf arrogant!“ und genau das ist das nächste Problem. Ich bin nicht arrogant, echt nicht. Aber unsere Gesellschaft denkt das sofort, wenn du als Frau nicht mit einem Lächeln von Ohr zu Ohr durch die Straßen läufst. Bei Männern wirkt ein strenger Blick mysteriös und sexy, a lá Christian Grey, doch bei Frauen? „Wow, die muss echt ‘ne Bitch sein!“ – „Ne du, nur kein Bock zu Lächeln!“

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Kurzweilige Beziehungen oder doch nur One Night Stands? In der heutigen Zeit scheint keiner mehr wirklich zusammen zu sein, sondern eher nur was „miteinander zu haben“. Ist das denn wirklich der neue Trend in Sachen Liebe und Leidenschaft? Was macht unsere Generation so bindungsunfähig?

24 Stunden/7Tage die Woche
Generell einen guten ersten Eindruck zu machen, fällt mir meist schwer. Sehen mich Leute aus der Ferne, so höre ich oft im Nachhinein von ihnen, dass sie anfangs große Angst vor mir hatten. Für mich absolut verständlich, die hätte ich auch, wenn ich mich kennenlernen müsste. Ein weiteres Problem ist auch meine Liebe zum Sarkasmus. Das heißt, wenn ich etwas sarkastisches von mir gebe, versteht mein Gegenüber nicht immer, ob er/sie es auch so auffassen soll. Auch meine Freunde werden dann immer mal gerne von Fremden um Rat gefragt, ob ich denn „immer so bin.“ Ja bin ich: 24 Stunden, 7 Tage die Woche.
Doch meistens wird die ganze Situation durch ein weiteren Spruch verschärft, den ich wohl mehr als 133.545,58 Mal in meinem Leben gehört habe: „Du bist echt voll nett! Hätte ich nicht gedacht!“ Ja, liegt wohl eher daran, dass du mich überhaupt nicht kennst und ich dir auch nicht innerhalb der ersten zehn Minuten meine Lebensgeschichte erzähle. *insert eyeroll here*

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