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Verkehrsbehinderungen

Wien im Baustellen-Fieber: So wird der Stau-Sommer 2025

Wien im Baustellen-Fieber: So wird der Stau-Sommer 2025
Symbolfoto. FOTO: iStock/Spitzt-Foto
3 Min. Lesezeit |

Während die Wiener in die Sommersaison starten, rüstet die Stadt zum Bau-Marathon. Gleise, Brücken und Radwege werden erneuert – mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr.

Wien steht vor einem Sommer der Bauarbeiten – nicht nur die Temperaturen werden steigen, sondern auch die Anzahl der Baustellen in der Hauptstadt. Ab Juni werden zahlreiche Infrastrukturprojekte umgesetzt, die langfristig für Verbesserungen bei Verkehr und Stadtbild sorgen sollen. Von Brückensanierungen über Gleiserneuerungen bis hin zu Radwegausbauten – die Baumaßnahmen werden das Stadtbild vorübergehend prägen.

Gleisarbeiten

Die Gleisbauarbeiten im Bereich der Jörgerstraße 9 bis zum Elterleinplatz beginnen am 11. Juni. In der Folge wird die Straßenbahnlinie 43 zwischen dem 16. Juni und 31. August auf der Strecke Schottentor bis Zimmermannplatz komplett eingestellt. Auch die Linie 9 verkehrt nur eingeschränkt. An den Kreuzungspunkten mit der Jörgerstraße muss der Verkehr stellenweise umgeleitet werden.

Umfangreiche Gleisarbeiten der Wiener Linien starten am 24. Juni am Kärntner Ring sowie am Schwarzenbergplatz, wobei auch Weichen ausgetauscht werden. Der Verkehr kann am Ring auf zwei Fahrstreifen weiterfließen, am Schwarzenbergplatz bleibt ein Fahrstreifen nutzbar. Die Arbeiten am Universitätsring bei der Haltestelle Parlament folgen im Juli.

Ende Juli werden die Maßnahmen am Kärntner Ring abgeschlossen sein, während die Arbeiten am Universitätsring bis zum 24. August andauern. Die Bauarbeiten am Schwarzenbergplatz werden voraussichtlich bis zum 7. September fortgeführt.

Margaretengürtel und Brücken

Gleisbauarbeiten am Margaretengürtel im Bereich der Rechten Wienzeile stehen für Juli und August auf dem Programm. Um die Bauzeit zu minimieren, werden die Arbeiten rund um die Uhr durchgeführt. Verkehrsteilnehmern stehen durchgehend zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

Ab Ende Juli bis zum 31. August konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich vor dem U4-Stationsgebäude, wo ein wartungsarmes Sedumgleis installiert wird, das durch seine Begrünung besonders pflegeleicht ist.

Die Instandsetzung der Brigittenauer Brücke, einer wichtigen Verbindung zwischen Wien-Brigittenau und Wien-Floridsdorf, beginnt am 1. Juli. Insgesamt werden zehn Fahrbahnübergangskonstruktionen mit einer Gesamtlänge von 281 Metern erneuert. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Etappen, beginnend in Fahrtrichtung Brigittenau.

Ein Fahrstreifen bleibt stets befahrbar, Fußgänger und Radfahrer können die Brücke mit Einschränkungen weiterhin nutzen. Die Fertigstellung ist für Mai 2026 geplant.

Radwege und Kanalsanierung

Der Ausbau der Radinfrastruktur steht ebenfalls auf der Agenda: In der Spittelauer Lände entsteht ein kombinierter Geh- und Radweg, während an der Altmannsdorfer Straße Verkehrsinseln umgestaltet werden. Eine neue Querung an der Geblergasse verbessert die Anbindung an den Gürtel-Radweg.

Besonders bedeutsam ist der Lückenschluss beim Liesingbachradweg im Bereich des Atzgersdorfer Platzes, der durch einen zusätzlichen Einrichtungsradweg, neue Schutzwege und Begrünungsmaßnahmen ergänzt wird. Die Fertigstellung ist für Oktober vorgesehen.

Am Hernalser Gürtel saniert Wien Kanal eine 120 Meter lange Abwasserleitung, wobei tagsüber zwei Fahrstreifen gesperrt werden, nachts aber wieder freigegeben sind. Der Julius-Tandler-Platz wird komplett neu gestaltet mit mehr Grünflächen, erneuerten Wasserleitungen und verbesserter Radinfrastruktur.

In der Wagramer Straße steht die Neugestaltung kurz vor dem Abschluss. An der Stadionbrücke beginnt im August die zweite Phase der Verstärkungsarbeiten, wobei der Verkehr seitlich vorbeigeleitet wird. Die üblichen Betonfeldsanierungen am Inneren Gürtel werden wie gewohnt bis zum Ferienende durchgeführt.

Die Straßenbahnlinien werden während der Bauarbeiten temporär umgeleitet oder eingestellt. Baustellenkoordinator Christian Zant bittet: „Wir ersuchen daher die Verkehrsteilnehmer*innen um ein wenig Geduld.“

Wer in den Sommermonaten in Wien unterwegs ist – sei es mit dem Fahrrad, der Straßenbahn oder dem Auto – sollte sich auf Verzögerungen einstellen und Geduld mitbringen.

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KO KOSMO-Redaktion
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