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Gesamtdurchschnitt

Wiener sind am unzufriedensten mit ihren Nachbarn

(FOTO: iStock/Liudmila Chernetska)
(FOTO: iStock/Liudmila Chernetska)

In Wien scheint das Zusammenleben Tür an Tür oft alles andere als harmonisch zu sein. Eine aktuelle Umfrage von ImmoScout24 offenbart, dass die Hauptstädterinnen und Hauptstädter im österreichweiten Vergleich die größten Unzufriedenheiten mit ihren Nachbarn hegen.

Herausforderung des Zusammenlebens

In der schnelllebigen Hauptstadt Österreichs, wo das urbane Leben seinen ganz eigenen Rhythmus hat, scheinen gute nachbarschaftliche Beziehungen eine Rarität zu sein. Im Rahmen einer Trendstudie, an der 1.000 Personen aus ganz Österreich teilnahmen, wurde die Zufriedenheit mit den Nachbarinnen und Nachbarn unter die Lupe genommen. Dabei kam heraus, dass insbesondere in Wien die Toleranzgrenzen schnell erreicht sind. Mehr als die Hälfte der Befragten aus Wien, genau 51 Prozent, fühlen sich durch ihre unmittelbare Nachbarschaft gestört. 3 Prozent der Wiener Bevölkerung gehen sogar so weit zu sagen, dass sie ihre Nachbarn nicht ausstehen können. Positive Gefühle hegen lediglich 24 Prozent für die Menschen, die Tür an Tür mit ihnen leben – der geringste Anteil im bundesweiten Vergleich.

Alternative Nachbarschaften außerhalb Wiens

Während Wien in Sachen Nachbarschaftsverhältnis somit den letzten Platz einnimmt, gibt es in anderen Teilen des Landes durchaus zufriedenstellendere Konstellationen. Speziell Kärnten sticht hier hervor, wo die Zufriedenheit mit der eigenen Nachbarschaft mit 55 Prozent am höchsten ist. Einen Schritt weiter für jene, die auf der Suche nach Ruhe und wenig direktem Nachbarschaftskontakt sind, bietet sich das Burgenland an. Dort geben 32 Prozent der Befragten an, keinen Kontakt zu ihren Nachbarinnen und Nachbarn zu haben.

Die Studienergebnisse verdeutlichen ein heterogenes Bild über Österreich hinweg. Im Gesamtdurchschnitt halten sich Zufriedenheit und Unzufriedenheit in etwa die Waage: 38 Prozent der österreichweiten Teilnehmenden empfinden große Freude an ihren unmittelbaren Nachbarschaftsverhältnissen, während 40 Prozent mitunter von ihren Mitmenschen genervt sind.