Wiens Kindergärten kämpfen derzeit mit einem historischen Personalmangel. Die Stadt wird dafür kritisiert, nicht genug dagegen zu unternehmen.

Reaktion der Stadt
Die Stadt Wien reagiert auf Fragen nach der aktuellen Personalnot in den Kindergärten oft ausweichend. Laut der Magistratsabteilung 10 (MA 10) sei der Fachkräftemangel ein europaweites Problem, das auch die Elementarpädagogik betreffe. Die Stadt habe jedoch bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, das unter anderem Änderungen in der Ausbildung und verbesserte Arbeitsbedingungen vorsieht. Es bleibt jedoch unklar, wie schnell diese Maßnahmen Wirkung zeigen werden.
Innovative Lösungen in der Ausbildung
Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, setzt die Stadt verstärkt auf Quereinsteiger und berufsbegleitende Ausbildungen. Besonders Kindergarten-Assistentinnen, die bereits in dem Bereich arbeiten, sollen durch die neue Ausbildung im Beruf bleiben. Ein weiterer Schritt ist die Entlastung der Pädagoginnen durch externe Reinigungskräfte, damit diese sich mehr auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können. Trotz dieser Maßnahmen fordern Gewerkschaften und die Opposition zusätzliche, schnell umsetzbare Lösungen.
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Ideen aus anderen Bundesländern
Die ÖVP schlägt vor, dass sich Wien an einem Stufenplan aus der Steiermark orientiert. Dort wurden die Gruppengrößen in Kindergärten schrittweise reduziert, um das Personal zu entlasten und Berufsausstiege zu verhindern. Auch die Gewerkschaften weisen auf die aggressive Abwerbung von Personal aus Wien durch andere Bundesländer hin, was die Lage zusätzlich verschärft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit Prämien und zusätzlichen Urlaubstagen gelockt, was die Situation in Wien weiter verschlechtert