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Strafen

Winterreifenpflicht: So teuer sind die Strafen bei Verstoß

Winterreifenpflicht: So teuer sind die Strafen bei Verstoß
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Winterliche Straßen erfordern die richtige Ausrüstung – ab dem 1. November gilt in Österreich wieder die Winterreifenpflicht. Bei Verstößen drohen drastische Konsequenzen.

Mit dem Einsetzen des Novembers beginnt in Österreich die verpflichtende Winterreifensaison. Bis Mitte April müssen Fahrzeuge bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Schnee, Matsch oder Eis mit entsprechender Bereifung ausgestattet sein. Für Autofahrer bedeutet dies nicht nur eine sicherheitsrelevante Maßnahme, sondern auch eine gesetzliche Vorgabe, deren Missachtung mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden kann.

Die Konsequenzen bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht können beträchtlich sein. Wer bei winterlichen Bedingungen ohne geeignete Reifen erwischt wird, muss mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro rechnen. Zusätzlich drohen bei Unfällen erhebliche versicherungsrechtliche Nachteile: Die Haftpflichtversicherung kann Regress fordern, während Kaskoversicherungen unter Umständen die Kostenübernahme verweigern.

⇢ Ab 1. November: Wer jetzt keine Winterreifen hat, kassiert fette Strafen!

Gesetzliche Anforderungen

Der ÖAMTC weist in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass die gesetzlichen Anforderungen für Winterreifen klar definiert sind: Pkw, leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen sowie sogenannte „Mopedautos“ müssen mit Reifen ausgerüstet sein, die eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern aufweisen. Als Winterreifen gelten dabei Modelle, die entweder mit dem M+S-Symbol für „Matsch und Schnee“ oder mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sind.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Autofahrer den abweichenden Regelungen in Deutschland schenken. Dort gelten seit 2024 verschärfte Vorschriften – als Winterreifen werden ausschließlich solche mit dem Schneeflockensymbol anerkannt. Diese Bestimmung betrifft auch österreichische Fahrzeuge, die auf deutschen Straßen unterwegs sind.

Aktuelle Situation

Bei überraschend auftretenden Winterverhältnissen können Schneeketten als provisorische Lösung dienen, wenn man noch mit Sommerreifen unterwegs ist. Diese müssen an der Antriebsachse montiert werden. ÖAMTC-Verkehrsjuristin Christina Holzer-Weiß gibt jedoch zu bedenken: „Sobald die schneebedeckte Fahrbahn endet, müssen die Ketten wieder abgenommen werden.“

Wer den Reifenwechsel noch nicht erledigt hat, sollte sich auf längere Wartezeiten einstellen. Laut Jörg Silbergasser, Innungsmeister der Fahrzeugtechniker, herrscht in vielen Werkstätten derzeit Hochbetrieb.

Gegenüber ORF Oberösterreich erklärt er: „Bei einigen muss man sogar bis zu 14 Tage auf einen Termin warten.“

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KO KOSMO-Redaktion
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