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Ticketskandal

WM-Tickets sorgen für Empörung: Finale kostet so viel wie ein Kleinwagen

WM-Tickets sorgen für Empörung: Finale kostet so viel wie ein Kleinwagen
(FOTO: EPA / ANDY RAIN)
2 Min. Lesezeit |

Zehntausende Euro für ein WM-Ticket – was utopisch klingt, ist bei der FIFA 2026 bittere Realität für viele Fußballfans.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 droht für viele Fans zum unerschwinglichen Erlebnis zu werden. Die Ticketpreise erreichen historische Höchstwerte – und der Weltverband FIFA steht erneut massiv unter Druck. Die Organisation Football Supporters Europe (FSE) hat bei der Europäischen Kommission eine formelle Beschwerde gegen die Ticketpolitik des Verbands eingereicht. „Für die mitreisenden Fans ist dies die teuerste Weltmeisterschaft aller Zeiten – von den Eintrittskarten über die Reise bis hin zur Unterkunft. Die lächerlichen Ticketpreise und die undurchsichtigen Richtlinien der FIFA haben viele Fans zu dem Schluss geführt, dass sie es sich schlichtweg nicht leisten können, das größte globale Fußballereignis zu besuchen.“

Dynamische Preise

Bereits seit dem Verkaufsstart brodelt es. Im Zentrum der Kritik steht das sogenannte dynamische Preismodell, bei dem sich die Ticketkosten je nach Nachfragelage nach oben oder unten bewegen. Selbst auf dem Zweitmarkt bewegen sich die Preise für deutsche Vorrundenpartien auf einem Niveau, das sonst Endspielen vorbehalten bleibt.

Auch der FIFA-eigene Wiederverkaufsmarkt sorgt für Unmut: Ohne Preisobergrenze können Verkäufer dort teils horrende Summen aufrufen – der Weltverband kassiert dabei eine Provision von 15 Prozent auf jeden vermittelten Zweitmarktverkauf.

Laut Medienberichten hat die FIFA die Preise zuletzt noch einmal nach oben korrigiert. Für das Auftaktspiel der US-Amerikaner gegen Paraguay werden in der ersten Kategorie bis zu 4.105 US-Dollar – umgerechnet knapp 3.480 Euro – fällig. Beim WM-Finale schraubte der Verband die Preisobergrenze auf 10.990 US-Dollar, was rund 9.315 Euro entspricht.

FIFA weist zurück

Zusätzlich werfen einige Ticketkäufer der FIFA vor, durch irreführende Stadionpläne getäuscht worden zu sein. Konkret bemängeln sie, dass die tatsächliche Lage der erworbenen Plätze nicht korrekt dargestellt worden sei. Der Verband hatte den Verkauf in mehrere Phasen unterteilt. Seit dem 1. April läuft die Last-Minute-Phase, in der erstmals auch konkrete Einzelplätze statt lediglich Kategorien ausgewählt werden können.

Die FIFA weist die Vorwürfe zurück. „Die Einführung neuer Produkte für die erste Reihe spiegelt die aktuelle Verkaufsphase wider, in der einzelne Plätze angeboten werden können, und ändert nichts an dem kategorienbasierten Modell, nach dem frühere Tickets verkauft wurden“, teilte die FIFA mit. Allen Fans seien Plätze innerhalb der gekauften Kategorie oder besser zugewiesen worden.

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KO KOSMO-Redaktion
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