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JUNGE GENERATION

Wollen junge Menschen nicht mehr arbeiten?

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(FOTO: iStock)

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent, beauftragt vom Maturareiseveranstalter DocLX, zeigt sich ein vielschichtiges Bild der jungen Österreicherinnen und Österreicher. Entgegen dem Klischee des dauerfeiernden Jugendlichen offenbart die Erhebung unter 2.192 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren ein stark ausgeprägtes Streben nach finanzieller Unabhängigkeit und beruflicher Erfüllung, gepaart mit einer bemerkenswerten Zurückhaltung in Sachen Party-Leben.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Eine überwältigende Mehrheit von 84,6 Prozent der Befragten strebt nach finanzieller Unabhängigkeit. Zudem ist es für 81 Prozent wichtig, eine berufliche Tätigkeit auszuüben. Die Selbstverwirklichung und das persönliche Fortkommen stehen ebenfalls hoch im Kurs, wobei 79,7 Prozent angeben, etwas aus ihrem Leben machen zu wollen. Eine gute Ausbildung genießt mit 75,7 Prozent ebenfalls einen hohen Stellenwert.

Sorgen & Befürchtungen

Trotz dieser Zielstrebigkeit sind junge Menschen in Österreich nicht frei von Sorgen. Die Angst, dass der Aufbau von Wohlstand für ihre Generation eine immer größere Herausforderung darstellt, ist bei 65,8 Prozent der Befragten vorhanden. Mehr als die Hälfte macht sich bereits Gedanken über die finanzielle Sicherheit im Alter, und knapp 60 Prozent befürchten, die Fehler vorheriger Generationen korrigieren zu müssen.

Interessen & politische Einstellung

Das Interesse der Jugendlichen verteilt sich klar auf Musik (65,6 Prozent) und Sport (53,1 Prozent), während das politische Geschehen mit geringerem Interesse verfolgt wird. Lediglich 34,4 Prozent bekunden ein Interesse an Politik, wobei die Skepsis gegenüber dem politischen System mit lediglich 16 Prozent Vertrauen in die Politik deutlich wird. Im Vergleich dazu genießen Polizei und Justiz ein wesentlich höheres Vertrauen.

Bezüglich politischer Präferenzen zeigt sich ein gemischtes Bild. Die FPÖ erscheint mit 17,9 Prozent als attraktivste Partei für junge Menschen, dicht gefolgt von der Bierpartei mit 15,6 Prozent. Bundespräsident Alexander van der Bellen erfreut sich großer Beliebtheit und wäre für 19,2 Prozent der Befragten der favorisierte Gesprächspartner bei einem Essen.

Zugang zu Informationen & Wahlbeteiligung

Die Nutzung sozialer Medien als primäre Informationsquelle, insbesondere von Erstwählern, unterstreicht die Bedeutung digitaler Plattformen. Trotz der breiten Nutzung dieser Medien zeigen sich junge überzeugt davon, zwischen echten Nachrichten und Fake News unterscheiden zu können.