YouTube feiert 20 Jahre und plant bis 2025 große Veränderungen. Mit KI will die Plattform Altersverifikationen und Deepfake-Kontrollen verbessern.
YouTube feiert sein 20-jähriges Bestehen, während viele seiner Nutzer jünger sind als die Plattform selbst. Der CEO von YouTube, Neal Mohan, nutzte diesen Anlass, um in einem Blogbeitrag die Zukunftspläne bis 2025 zu skizzieren. Ein zentrales Anliegen ist der Umgang mit falschen Altersangaben durch junge Nutzer. „Wir sind auch voll und ganz dem Schutz unserer jüngsten Nutzer verpflichtet“, so das Unternehmen. Ab 2025 plant YouTube den Einsatz von maschinellem Lernen, um das Alter der Nutzer zu schätzen. Ziel ist es, jüngere von erwachsenen Zuschauern zu unterscheiden, um ein angemessenes und sicheres Nutzungserlebnis zu bieten.
Altersverifikation und Schutz
Die genaue Methode zur algorithmischen Altersschätzung bleibt unklar, doch dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der Altersverifikationen in sozialen Medien weltweit diskutiert werden. Derzeit bietet YouTube bereits Schutzmaßnahmen und elterliche Kontrollmöglichkeiten. Das Mindestalter für ein eigenes Konto liegt bei 13 Jahren, während jüngere Kinder mit elterlicher Hilfe die YouTube Kids-App nutzen können.
Zusätzlich plant YouTube, die Bildungsfunktion der Plattform auszubauen. Neue Lernwege sollen entwickelt werden, und Inhaltsersteller bekommen die Möglichkeit, Kurse zu gestalten. Der Schutz der Nutzer und die Altersverifizierung sind nur ein Teil der Strategie, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz für Wachstum und Sicherheit der Plattform einzusetzen. YouTube arbeitet zudem an Maßnahmen gegen Deepfake-Inhalte, die Erstellern erlauben, ihre Darstellung durch KI zu kontrollieren. Dieses Vorhaben startet mit einem Pilotprojekt für Prominente und könnte künftig auf weitere Nutzergruppen ausgeweitet werden.
Erweiterte Funktionen und Zukunftspläne
Ein weiterer Plan umfasst die Erweiterung der automatischen Sprachübersetzung, die nach erfolgreichen Tests im Vorjahr allen Mitgliedern des YouTube-Partnerprogramms zur Verfügung stehen soll. Diese Funktion ermöglicht die Übersetzung von Inhalten in andere Sprachen mit nur einem Klick. YouTube sieht sich zu Beginn des Jahres 2025 in einer starken Position innerhalb der sozialen Medien und Populärkultur. Laut der Plattform „PCpress“ wird YouTube weiterhin das „Epizentrum der Kultur“ bleiben und sich verstärkt auf TV-Inhalte konzentrieren. Der Fernseher hat sich mittlerweile zum häufigsten Gerät für das Ansehen von YouTube entwickelt, noch vor Mobiltelefonen.
Neal Mohan reflektiert: „Es ist unglaublich zu denken, dass YouTube seit zwei Jahrzehnten Menschen hilft, zu kreieren, zu lernen, sich zu verbinden und vieles mehr.“ Beim Blick in die Zukunft betont er das Engagement für die Stärkung der Ersteller und Gemeinschaft sowie die Neudefinition der Art und Weise, wie die Welt sieht, hört und sich verbindet.
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