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STUDIE

Zweisprachige Kinder gestikulieren anders als einsprachige

(FOTO: iStockphoto)

Laut einer Studie der Universität Zürich gibt es Unterschiede bei der Gestik zwischen ein- und zweisprachigen Kindern.

Neben der Tatsache, dass sich zwei- bzw. mehrsprachige von einsprachigen Kindern in der Art der Kommunikation unterscheiden, sie Missverständnisse besser bereinigen und besser auf ihre Gesprächspartner eingehen können, fanden Forscher nun auch Unterschiede bei sogenannten ikonischen Gesten.

Dazu zählen Hand- und Armbewegungen, mit welchen Kindern die Form oder die Geschwindigkeit eins Objekts nachgestellt werden. Ein Beispiel hierfür wäre das Bewegen von Zeige- und Mittelfinger, wenn man das Schneiden mit einer Schere imitieren möchte.

Unterschiede im Einsatz
Das Forscherteam rund um Stephanie Wermelinger untersuchte das Verständnis und den Einsatz von ikonischen Gesten bei ein- und zweisprachigen Kindern im Kindergartenalter. Auch wenn die Gruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Verständnisses aufwiesen, so scheinen zweisprachige Kinder versierter im Einsatz von ikonischen Gesten zu sein.

Wie dem Fachartikel zu entnehmen ist, erklären zweisprachige Kinder mehr mit ihren Händen als einsprachige. Dadurch können sie ihren Gesprächspartnern mehr Informationen vermitteln, was die Kommunikation insgesamt erfolgreicher macht. Ebenso geht aus der Studie heraus, dass das höhere Einfühlungsvermögen zweisprachiger Kinder sich ebenso positiv auf ihren Kommunikationserfolg auswirkt.