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Ermittlungen

12-Jährige missbraucht: Täter-Handys ausgewertet – weitere Opfer?

(FOTO: iStock/SB Arts Media/shironosov)
(FOTO: iStock/SB Arts Media/shironosov)

Eine Gruppe Jugendlicher steht im Verdacht, ein zwölf Jahre altes Mädchen zwischen Februar und Juni 2023 sexuell missbraucht zu haben. Die Ermittlungen der Behörden erreichen neue Dimensionen, da sich Hinweise auf möglicherweise weitere Opfer verdichten.

Neue Ermittlungsergebnisse zeigen schockierendes Material

Die Auswertung der Mobiltelefone der 17 Tatverdächtigen, die ein Altersspektrum von unter 14 bis 19 Jahren abdecken, ist abgeschlossen. Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, bestätigt diese signifikante Entwicklung in den Untersuchungen. Gefunden wurden neben Aufnahmen gewalttätiger Auseinandersetzungen, die von den Jugendlichen selbst gefilmt wurden, auch Bilder des Konsums illegaler Substanzen wie Cannabis. Die Kommunikation einiger Verdächtiger deutet darüber hinaus auf den Erwerb von Drogen über das Darknet hin.

Sex mit Mädchen gefilmt

Auch offenbart das Material angeblich Aufnahmen, die sexuelle Aktivitäten der Jugendlichen mit Mädchen dokumentieren. Die zentrale Frage besteht nun darin, ob die abgebildeten Mädchen minderjährig sind und ob die sexuellen Handlungen mit Einverständnis erfolgten. Sollte dies der Fall sein, könnten rechtliche Konsequenzen ausbleiben. Die Ermittlungen konzentrieren sich jedoch darauf, weitere minderjährige Opfer zu identifizieren.

Auswertung des Beweismaterials steht im Fokus

Die Staatsanwaltschaft steht nun vor der Herausforderung, das gesammelte Beweismaterial eingehend zu prüfen und zu bewerten. „Die Auswertungen könnten neue Hinweise auf strafbare Handlungen erbringen“, so Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei einem 16-jährigen Verdächtigen zuteil, gegen den wegen der Möglichkeit der Vergewaltigung des zwölfjährigen Mädchens ermittelt wird. Weitere Anschuldigungen gegen die Gruppe umfassen sexuellen Missbrauch von Unmündigen und die Herstellung von kinderpornografischem Material.

Verdächtige auf freiem Fuß

Obwohl die Vorwürfe schwerwiegend sind, bleibt eine Haft für die Verdächtigen bisher aus. Ihnen werden unter anderem der sexuelle Missbrauch einer Unmündigen und die Herstellung kinderpornografischen Materials vorgeworfen.

Mag. Haris Dzidic
Mag. Haris Dzidic