Samsung will mit seiner siebten Falt-Smartphone-Generation endlich den Durchbruch schaffen. Trotz Marktdominanz bleibt die Technologie ein Nischenprodukt mit mageren 1,2 Prozent Marktanteil.
Seit Jahren bemüht sich Samsung, die Technologie faltbarer Geräte bei den Konsumenten zu etablieren – mittlerweile ist bereits die siebte Generation auf dem Markt. Trotz dieser Anstrengungen bleiben die Verkaufszahlen überschaubar: In Deutschland erreichen Falt-Smartphones lediglich einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Innerhalb dieses Segments dominiert Samsung mit 89 Prozent. Der leichte Rückgang unter die 90-Prozent-Marke ist unter anderem auf Googles Einstieg in dieses Marktsegment mit einem eigenen faltbaren Pixel-Modell zurückzuführen.
Die Marktforscher von IDC beziffern das weltweite Wachstum im Segment der Falt-Smartphones für das vergangene Jahr auf vier Prozent. Insgesamt wurden 18,7 Millionen Geräte verkauft, was einem Marktvolumen von 23,1 Milliarden Dollar entspricht. Während chinesische Hersteller in diesem Bereich international stark vertreten sind, spielen ihre Produkte auf dem europäischen Markt kaum eine Rolle.
Samsungs neuer Vorstoß
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung startet einen erneuten Vorstoß, um faltbare Smartphones massentauglich zu machen. Dabei adressiert das Unternehmen ein zentrales Problem, das viele potenzielle Käufer bisher abgeschreckt hat: Die bisherigen Modelle waren trotz höherer Preise technisch weniger leistungsfähig als herkömmliche Smartphones. Bei der neuen Generation soll es laut Samsung-Manager Mario Winter nun „keine Kompromisse“ mehr geben.
Das Unternehmen bietet zwei unterschiedliche Falt-Konzepte an: Die Galaxy Z Fold-Reihe verfügt über ein Außendisplay in konventioneller Smartphone-Größe und lässt sich zu einem 8-Zoll-Bildschirm aufklappen. Die kompakteren Galaxy Z Flip-Modelle hingegen bieten im aufgeklappten Zustand ein 6,7-Zoll-Display in klassischer Smartphone-Anmutung.
Ein Blick auf die Vorgängermodelle zeigt die bisherigen Einschränkungen: Das Galaxy Z Flip 5 verfügt zwar über einen leistungsstarken Snapdragon 8 Gen 2 Prozessor und ein hochauflösendes Display mit 120 Hz Bildwiederholrate, musste jedoch bei der Kameraausstattung mit zwei 12-Megapixel-Sensoren Kompromisse eingehen. Auch die Akkukapazität von 3.700 mAh blieb hinter vergleichbaren Nicht-Falt-Modellen zurück. Das Z Fold 5 bot mit 4.400 mAh ebenfalls weniger Akkulaufzeit als viele konventionelle Flaggschiff-Smartphones.
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Technische Neuerungen
Das neu vorgestellte Galaxy Z Fold 7 nähert sich in vielen technischen Spezifikationen dem Flaggschiff-Modell S25 Ultra an, das Anfang des Jahres präsentiert wurde. Dazu zählen ein 50-Megapixel-Teleobjektiv sowie eine 200-Megapixel-Weitwinkelkamera. Beim Ultraweitwinkel-Objektiv bleibt das Fold allerdings mit 12 Megapixeln hinter den 50 Megapixeln des S25 Ultra zurück. Das bisher relativ schmale Außendisplay wurde verbreitert. Besonders betont Samsung die geringe Dicke des aufgeklappten Geräts von nur 4,2 Millimetern.
Bei den Verkaufspreisen bleibt die Differenz zu herkömmlichen Smartphones weiterhin erheblich.
In Österreich wird das Fold 7 ab 2099 Euro angeboten, während das Flip 7 ab 1199 Euro erhältlich ist.