Mit dreifacher Überschreitung des Tempolimits donnerte ein Porsche über die A2. Die Strafe für den Raser fällt überraschend milde aus.
Ein Porsche-Fahrer raste mit 321 km/h über die A2 westlich von Berlin – mehr als 200 km/h über dem erlaubten Limit von 120 km/h. Wie die Polizeidirektion Magdeburg mitteilte, wurde der Raser mit einer Geldstrafe von 900 Euro belegt und muss seinen Führerschein für drei Monate abgeben. Zusätzlich erhält er zwei Punkte in Flensburg. Die Identität des Fahrers des Porsche Panamera wurde von den Behörden nicht veröffentlicht.
Die Geschwindigkeitsmessung erfolgte am 28. Juli mit einem mobilen Enforcement-Trailer auf der A2 bei Burg – einem System, das regelmäßig an geschwindigkeitsbegrenzten Abschnitten dieser Autobahn eingesetzt wird.
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Autobahn-Realität vs. Mythos
Die A2, die sich vom Ruhrgebiet bis zum Berliner Ring erstreckt, ist eigentlich für ihre häufigen Staus bekannt, die in jüngster Zeit zu einem Rückgang der Geschwindigkeitsüberschreitungen geführt haben. Während deutsche Autobahnen international für ihre teilweise fehlenden Tempolimits berühmt sind, zeigt dieser Vorfall deutlich, dass diese Regelung keineswegs überall gilt. Tatsächlich sind nur etwa 30 Prozent des deutschen Autobahnnetzes ohne Tempolimit – der überwiegende Teil, darunter auch die A2 bei Burg, unterliegt festen oder temporären Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Tempolimit-Debatte
Die Frage nach generellen Geschwindigkeitsbegrenzungen bleibt in Deutschland ein Dauerthema – seit Jahren liefern sich Behörden und Automobilclubs intensive Debatten darüber, ob die stellenweise unbegrenzte Fahrgeschwindigkeit beibehalten werden sollte. Die A2 zählt dabei zu jenen Autobahnen, auf denen sowohl mobile als auch stationäre Blitzer zur konsequenten Überwachung der Tempolimits eingesetzt werden.
📍 Ort des Geschehens