**Millionen Besucher, ein neues Verbot: Der Stephansdom zieht ab Oktober eine klare Grenze – und das betrifft vor allem Reisende mit viel Gepäck.**
Wer mit schwerem Gepäck auf dem Weg durch Wien einen Abstecher zum Stephansdom plant, muss sich ab Mitte Oktober auf eine neue Einschränkung einstellen: Das Domkapitel Wien hat angekündigt, dass große Koffer und Trolleys künftig nicht mehr mit in die Kirche genommen werden dürfen. Bekanntgegeben wurde die Entscheidung am Montag und sie richtet sich in erster Linie an Touristinnen und Touristen.
Ab dem 15. Oktober gilt die neue Regelung verbindlich. Das Domkapitel begründet den Schritt mit Sicherheitsüberlegungen und erklärt, man passe die Hausordnung damit an internationale Standards an, wie sie in vergleichbaren Gotteshäusern weltweit bereits üblich sind.
Millionen Besucher jährlich
Der Stephansdom gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs überhaupt: Mehr als sechs Millionen Menschen strömen jährlich durch seine Pforten, täglich sind es über 20.000 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Angesichts dieser Besucherzahlen soll künftig das Handgepäck strenger kontrolliert werden. Gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress erklärte das Domkapitel, es handle sich um eine „präventive und routinemäßige Maßnahme zum Schutz der Kirche und ihrer Besucherinnen und Besucher“.
Wer seinen Koffer nicht im Hotel zurücklassen kann – etwa weil der Check-out bereits erfolgt ist –, wird gebeten, öffentliche oder private Gepäckaufbewahrungsstellen in der Nähe zu nutzen, bevor der Dom betreten wird. Das Domkapitel stellt klar, dass es sich nicht um völlig neue Zugangsbeschränkungen handelt, sondern um eine Erweiterung bereits bestehender Regelungen.