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MEHRFACH VORBESTRAFT

35-Jähriger soll Hund seiner Ex vergewaltigt haben

(FOTO: iStockphoto)

Am Donnerstag stand ein 35-Jähriger in Wiener Neustadt vor Gericht, weil er den Hund seiner Ex-Freundin vergewaltigt haben soll. Der Mann ist bereits mehrfach vorbestraft.

Die Vorstrafenliste des 35-Jährigen aus Wiener Neustadt ist elendslang: Körperverletzung, gefährliche Drohung, Nötigung und Schändung seiner Ex-Freundin, Einbruchsdiebstahl und ein Suchtmitteldelikt. Wegen all dieser Delikte, war der Mann bereits rechtkräftig verurteilt worden. Doch was er einem der Hunde seiner ehemaligen Lebensgefährtin angetan haben soll, reißt einen noch tieferen Abgrund auf…

Boxershorts voller Gleitgel und Hundehaare
Am Donnerstag saß der 35-Jährige im Landesgericht Wiener Neustadt wegen dem Vorwurf der Tierquälerei auf der Anklagebank, wie der „Kurier“ berichtete. Tatsächlich soll der Verdächtige sich jedoch am 1. Juli dieses Jahres in der gemeinsamen Wohnung im Bezirk Mödling an einem der sieben Hunde seiner Ex-Freundin vergangen haben.

Als die Frau an jenem Tag in die gemeinsame Wohnung gekommen sei, soll ihr Ex-Freund, nur mit einer Unterhose bekleidet, dagestanden sein. Er wandte ihr den Rücken zu und wollte nicht erzählen, was vorgefallen sei. Doch dann fiel der Frau plötzlich der eigenartige Geruch nach Gleitgel auf. Kurze Zeit später bemerkte sie Spuren davon, sowie von Hundehaaren, auf der Boxershorts des 35-Jährigen.

Einer ihrer Hunde habe auch auf mehrmalige Rufe nicht reagiert. Dann sei er sichtbar verängstigt erschienen, wie die Frau vor Gericht schilderte. Ein Tierarzt bestätigte, dass das Tier mehrere Verletzungen aufwies. Zudem habe sich das Verhalten ihres Hundes seit dem Vorfall stark verändert, er sei auffallend aggressiv. Die Frau ist sich sicher: „Er hat meinen Rex vergewaltigt“.

Angeklagter bestreitet die Vorwürfe
Laut dem 35-Jährigen sei am 1. Juli jedoch etwas ganz anderes vorgefallen: Er sei mit den Hunden Gassi gegangen. Daheim hätte er dem Hund dann mit Küchenrolle Kot-Reste weggewischt, dadurch seien auch die festgestellten Rötungen und Schwellungen entstanden, bzw. die Hundehaare auf seiner Unterhose gelandet. Außerdem hätte das Tier aufgrund von Drüsenproblemen sein Hinterteil an der Wiese und auch am Boden der Wohnung gerieben.

Auch für seine kaum vorhandene Bekleidung hatte der Mann eine Ausrede parat: Er sei wegen der großen Hitze an dem Tag nur in Boxershorts bekleidet gewesen.

Ex-Freundin wollte schon länger die Trennung
Vor Gericht ließ der Angeklagte anklingen, dass seine Ex-Freundin die Geschichte nur erfunden hätte, um einen Grund für die Trennung zu haben. Sie soll laut dem 35-Jährigen schon länger einen Grund für die Beendigung der Beziehung gesucht haben.

Diesen Punkt bestätigte die Frau vor Gericht. Sie wollte sich von ihrem Lebensgefährten trennen, da es schon jahrelang Probleme mit Alkohol und Gewalt gegeben hätte. Auch die gemeinsame Tochter sei geschlagen worden, wie die Frau erzählte. Die Verhandlung wurde vertagt.

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