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400 Euro futsch: Prater-Dinner entpuppt sich als Luft-Betrug

400 Euro futsch: Prater-Dinner entpuppt sich als Luft-Betrug
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Statt Dinner in luftiger Höhe erlebte eine Wienerin den freien Fall in einen Betrug. Die vermeintliche Prater-Attraktion entpuppte sich als teures Luftschloss.

Eine Wienerin wollte ein besonderes Erlebnis genießen und wurde stattdessen Opfer eines Betrugs. Die Frau, die aus Datenschutzgründen hier Sara genannt wird, hatte auf Instagram wiederholt Werbung für die Veranstaltung „Dinner in the Sky“ (Dinner in luftiger Höhe) im Wiener Prater gesehen. Spontan entschied sie sich, für den 13. September einen Termin über die offizielle Webseite zu buchen. „Alles wirkte absolut seriös – die professionell gestaltete Website, der reibungslose Zahlungsvorgang und die umgehend eingetroffene Reservierungsbestätigung per E-Mail ließen keinen Verdacht aufkommen“, schildert Sara.

📍 Ort des Geschehens

Der Tag der vermeintlichen Veranstaltung entwickelte sich jedoch zur bitteren Enttäuschung. Nach einer mehr als einstündigen erfolglosen Suche nach dem Veranstaltungsort folgte die ernüchternde Aufklärung durch einen Prater-Mitarbeiter: Die Veranstaltung existierte überhaupt nicht. Der Mitarbeiter teilte mit, dass bereits mehrere Personen auf diesen Betrug hereingefallen seien.

Bei ihrer späteren Nachforschung entdeckte Sara tatsächlich Warnhinweise des Wiener Praters, die sie zuvor übersehen hatte. Auf der Prater-Seite war das Logo von „Dinner in the Sky“ mit einem roten Warndreieck und dem Hinweis „Fake News“ gekennzeichnet. Für die Wienerin bedeutet dies einen finanziellen Verlust von 400 Euro.

Mehrere Anzeigen bei Wiener Polizei

Die Wiener Polizei bestätigte inzwischen, dass zu dem gefälschten „Dinner in the Sky“-Event mehrere Anzeigen wegen Betrugsverdachts eingegangen sind. Neben Sara wurden auch weitere Personen Opfer des betrügerischen Angebots. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen derzeit.

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Praters Erklärung

Auf Anfrage erläuterte der Pressesprecher des Praters die Hintergründe: Der Prater sei nicht Veranstalter gewesen, sondern habe lediglich im Mai das Grundstück an „Dinner in the Sky“ vermietet. „Wir hatten einen ordnungsgemäßen Vertrag und erhielten eine Anzahlung. Die Kommunikation verlief anfangs auch problemlos“, erklärte der Sprecher.

Vereinbart war, nach der Mai-Veranstaltung über einen möglichen September-Termin zu verhandeln. Doch über die Anzahlung hinaus erfolgten keine weiteren Zahlungen, wodurch dem Prater ein Schaden von mehreren tausend Euro entstand. Als das Unternehmen auf Anfragen nicht mehr reagierte, schaltete der Prater einen Anwalt ein. Für die September-Termine gab es weder eine Zusage noch einen Vertragsabschluss.

Insolventes Unternehmen

Nachforschungen ergaben, dass „Dinner in the Sky“ aktuell vom estnischen Franchise-Unternehmen „Skyworld Entertainment OÜ“ betrieben wird. Laut estnischem Handelsregister ist das Unternehmen seit Ende Juli 2024 überschuldet. „Wir sind ebenfalls geschädigt worden“, betont der Pressesprecher des Praters.

Sara appelliert eindringlich an andere Verbraucher: „Recherchiert gründlich, bevor ihr etwas bucht!“ Sie hat den Vorfall bei der Wiener Polizei zur Anzeige gebracht.

Ob sie ihre 400 Euro zurückerhält, bleibt derzeit ungewiss.

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KO KOSMO-Redaktion
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