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Betrugsmasche

Falsche Polizisten auf Beutezug: So rauben sie euch aus

Falsche Polizisten auf Beutezug: So rauben sie euch aus
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Mit emotionaler Manipulation und falscher Polizeiuniform schlagen Betrüger zu. Eine Welle fingierter Notfälle rollt durch Österreich und bringt Bürger um ihre Wertsachen.

Aktuell häufen sich in Österreich Betrugsfälle, bei denen Kriminelle als Polizeibeamte auftreten, um arglose Bürger um ihre Wertsachen zu bringen. Die Sicherheitsbehörden in Vorarlberg schlagen besonders laut Alarm: Eine Serie betrügerischer Telefonanrufe verunsichert die Bevölkerung. Die Masche der Täter ist perfide – sie behaupten, ein nahes Familienmitglied habe einen folgenschweren Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Gewahrsam. Für die angebliche Freilassung sei eine Kaution erforderlich. In der emotionalen Ausnahmesituation der Angerufenen fragen die Betrüger gezielt nach Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen, die anschließend einem vermeintlichen Gerichtsdiener übergeben werden sollen.

Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf einzelne Regionen. Neben Vorarlberg verzeichneten die Behörden kürzlich auch in Kärnten ähnliche Betrugsversuche. Die Exekutive mahnt zur besonderen Vorsicht, da die Täter bundesweit und unvorhersehbar agieren – unabhängig davon, wo potenzielle Opfer wohnen.

Die Dimension dieser Betrugswelle zeigt sich in dramatischen Zahlen: Allein im Frühjahr 2025 entstanden bei nur fünf vollendeten Betrugsfällen mit dem sogenannten „Kautionstrick“ Schäden von rund 300.000 Euro. Bei weiteren sieben Versuchen blieb es zwar beim Versuch – doch die angestrebte Schadenssumme hätte hier rund 830.000 Euro betragen. Diese Zahlen verdeutlichen das kriminelle Potenzial dieser organisierten Banden.

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Schutzmaßnahmen beachten

Zum Selbstschutz raten Experten, unter keinen Umständen telefonisch Auskunft über vorhandene Wertgegenstände, Bargeldbestände oder Bankguthaben zu erteilen. Weder Polizei noch Justiz oder seriöse Unternehmen würden jemals derartige Informationen am Telefon erfragen. Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch umgehend beendet oder alternativ nach konkreten Angaben wie Name, Dienststelle und Rückrufnummer verlangt werden.

Zudem empfiehlt es sich, direkt mit den angeblich verunfallten Angehörigen Kontakt aufzunehmen, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Wichtig ist auch, Familienmitglieder und Freunde über diese Betrugsmasche zu informieren. Im Zweifelsfall sollte stets die örtliche Polizeidienststelle über die offizielle Telefonnummer kontaktiert werden.

Vielfältige Betrugsformen

Die Betrüger zeigen sich zunehmend einfallsreich und unverfroren bei ihren Versuchen, an fremdes Geld zu gelangen. Sie bedienen sich verschiedenster Kanäle – von gefälschten Online-Angeboten über betrügerische E-Mails bis hin zu manipulativen Telefonanrufen. Um Vertrauen zu erschleichen, geben sie sich als Mitarbeiter bekannter Unternehmen oder Institutionen aus. Besonders dreist ist die Anmaßung behördlicher Autorität, indem sie sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Gerichtsmitarbeiter ausgeben.

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KO KOSMO-Redaktion
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