Start Inland
Arbeitslosigkeit

402.297 Personen beim AMS gemeldet – saisonale Rückgänge

(FOTO: BKA/Florian Schrötter)
(FOTO: BKA/Florian Schrötter)

In Österreich ist die Arbeitslosigkeit zum Ende Februar 2024 saisonbedingt zurückgegangen, bleibt jedoch im Jahresvergleich stabil. Mit 7,6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote etwas höher als im Vorjahr. „Die Arbeitsmarktlage ist ähnlich wie vor einem Monat, jedoch sind mehr Menschen als im Vorjahr in Beschäftigung“, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher.

Im Februar 2024 waren 402.297 Personen beim AMS registriert, von denen 321.655 arbeitslos und 80.642 in Schulungsmaßnahmen des AMS waren. Im Vergleich zu 2019 ist die aktuelle Arbeitslosenquote immer noch niedriger (ALQ 2/2019: 8,4 Prozent). Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist gestiegen und liegt aktuell bei 3.928.000, ein Plus von rund 7.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

Frauen über 50 Jahren

Besonders bemerkenswert ist die Stabilität der Arbeitslosenquote bei Frauen über 50 Jahren. Sie lag Ende Februar bei 5,9 Prozent, genau wie im Vorjahr. „Die vergleichsweise gute Arbeitsmarktlage für Frauen über 50 Jahren, welche eine wichtige Zielgruppe der aktiven Arbeitsmarktpolitik darstellen, ist erfreulich. Sie ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die aktiven arbeitsmarktpolitischen Instrumente wirken“, so Kocher.

Lehrausbildung

Ende Februar 2024 waren 104.996 Personen in einer Lehrausbildung, davon 98.935 in Unternehmen und 6.061 in einer sogenannten überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) im Auftrag des AMS. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Lehrlinge in Unternehmen leicht um 0,1 Prozent. „Derzeit werden in nahezu allen Branchen qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. In Branchen, wie im Tourismus oder im Handel, ist die Nachfrage besonders hoch. Je mehr Personen wir jetzt im Rahmen einer Lehre ausbilden, umso mehr qualifiziertes Personal steht in einigen Jahren dem Arbeitsmarkt und den Betrieben zur Verfügung“, betonte Kocher.

Inflationsrate

Die Statistik Austria gab bekannt, dass die Inflationsrate Ende Februar auf 4,3 Prozent sank, ein Rückgang um zwei Zehntelprozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. „Aufgrund der Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Nahrungsmitteln verringert sich die Inflation im Februar im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich. Wir erwarten, dass sich dieser Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt, da auch die Erzeugerpreise zu Beginn des Jahres deutlich rückläufig sind“, prognostizierte der Arbeits- und Wirtschaftsminister.

Trotz der saisonalen Rückgänge bleibt die Arbeitslosigkeit in Österreich auf einem konstanten Niveau. Während die aktive Arbeitsmarktpolitik erste Erfolge zeigt, bleibt die Herausforderung, qualifizierte Arbeitskräfte auszubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit Blick auf die Inflation hofft die Regierung auf eine Fortsetzung des aktuellen Abwärtstrends.