Eine gedankenlose Entscheidung hätte die britische Weltenbummlerin Laura Kemp beinahe ihre Freiheit gekostet, als sie bei ihrer Durchreise durch Katar mit einem verbotenen Souvenir aufgehalten wurde. Kemp, die bereits in 58 Ländern war, darunter auch Konfliktregionen, erlebte unerwartet in dem Golfstaat bange Momente. Ihr Fall dient nun als Mahnung für andere Touristen, lokale Gesetze zu beachten.

Ein unerwartet gefährlicher Stopp
Die 33-jährige Kemp erwarb auf den Seychellen eine Flasche Rum – ein Souvenir, das in vielen Ländern unbedenklich wäre. Doch bei ihrer Ankunft in Katar, wo strenges Alkoholverbot gilt, geriet sie ins Visier der Zollbehörden. „Obwohl das Personal respektvoll war, war ich völlig im Unklaren darüber, was passierte, und mein Freund musste stundenlang auf mich warten, während ich diese Tortur durchmachte“, schildert Kemp den Vorfall gegenüber dem „Mirror“.
Rechtliche Konsequenzen abgewendet
Die Situation in Katar ist eindeutig: Alkoholkonsum und -besitz sind streng reguliert. Nur Hotels mit entsprechender Lizenz dürfen Alkohol ausschenken. Neben der Trunkenheit in der Öffentlichkeit auch die Einfuhr von Alkohol nicht gestattet – eine Regelung, die auch für Durchreisende gilt. Kemp hatte jedoch das Glück, auf Verständnis zu stoßen. Die Beamtinnen und Beamten erkannten, dass sie nicht vorsätzlich gehandelt hatte, warnten sie jedoch eindringlich, dass es auch zu einer Haftstrafe oder Ausweisung hätte kommen können.
Lehrreiche Erfahrung
Obwohl der Rum konfisziert wurde, durfte Kemp das Land schlussendlich verlassen. Aus dem Missgeschick hat sie gelernt und möchte nun andere Reisende sensibilisieren. „Ich werde nie wieder denselben Fehler machen“, betont Kemp mit Blick in die Zukunft. Ihr Vorfall steht exemplarisch dafür, wie essenziell es ist, sich im Vorfeld einer Reise eingehend über die Gesetze des Ziellandes zu informieren, um ähnliche Zwischenfälle zu vermeiden.
