Interpol unternimmt einen weiteren Schritt zur Lösung jahrzehntealter Kriminalfälle quer durch Europa. Die neue Kampagne „Identify Me“ zielt darauf ab, die Identitäten von 46 Frauenleichen zu klären, deren Körper bereits vor vielen Jahren entdeckt wurden.
Trotz bisheriger Ermittlungen bleiben ihre Identitäten und die Umstände ihres Todes größtenteils ungeklärt.

Eigene Website eingerichtet
Die meisten dieser Frauen wurden ermordet oder starben unter verdächtigen oder ungeklärten Umständen. Auf ihrer Webseite hat Interpol Gesichtsrekonstruktionen sowie Fotos von Schmuck und Kleidung veröffentlicht, die bei den Frauen gefunden wurden. Interpols Generalsekretär Jürgen Stock betonte: „Selbst das kleinste Detail kann entscheidend sein, um diese ungelösten Fälle zu lösen.“
Fall nach 31 Jahren gelöst
Interpol startete die Kampagne bereits im vergangenen Jahr mit 22 Fällen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Dazu gingen rund 1.800 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Eine Frau konnte 31 Jahre nach ihrem Tod identifiziert werden.
Internationale Zusammenarbeit
In einer engen Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Italien, Frankreich und Spanien erhofft sich die internationale Polizeiorganisation, Rätsel um zahlreiche Frauenmorde und mysteriöse Todesfälle zu lösen. Generalsekretär Jürgen Stock hatte bereits bei der letztjährigen Generalversammlung in Wien die Bedeutung dieser internationalen Ermittlungsarbeit betont.
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Öffentliche Mithilfe gefragt
Die Kampagne ruft nun die Öffentlichkeit zur Mithilfe auf. Hinweise, die von Bürgerinnen und Bürgern kommen, könnten entscheidende neue Informationen liefern und helfen, die unbekannten Opfer zu identifizieren. Ziel dieser intensiven Ermittlungsarbeit ist es, den Angehörigen der Frauen Gewissheit zu geben und mögliche Täter zur Verantwortung zu ziehen.