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Abhängigkeit

6 versteckte Anzeichen, dass du ein hochfunktionaler Alkoholiker bist!

6 versteckte Anzeichen, dass du ein hochfunktionaler Alkoholiker bist!
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3 Min. Lesezeit |

Wenn der Verzicht zur Herausforderung wird: Experten warnen vor dem Phänomen der hochfunktionalen Alkoholiker, die trotz Abhängigkeit im Alltag kaum auffallen.

Alkoholkonsum ist in zahlreichen Gesellschaften fest verankert und wird häufig als kultureller Bestandteil akzeptiert. Aktuelle Erhebungen des Bundesministeriums für Gesundheit verdeutlichen die Dimension des Problems: Allein in Deutschland konsumierten 2024 rund 8,6 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren Alkohol in gesundheitlich bedenklichem Ausmaß. Bei etwa 2,2 Millionen Personen wurden sogar die medizinischen Kriterien einer Abhängigkeit festgestellt. Das Ministerium betont dabei, dass bereits moderate Mengen langfristig schädlich sein können – eine klinisch diagnostizierte Abhängigkeit ist dafür nicht Voraussetzung.

Neuere Forschungsergebnisse bestätigen: „Jede Form des Alkoholkonsums, selbst in geringen Mengen, kann langfristig schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.“ Die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol erschwert die Problemerkennung zusätzlich. Besonders tückisch: Viele Betroffene fallen unter die Kategorie der „hochfunktionalen Alkoholiker“ – Menschen, die trotz ihrer Abhängigkeit berufliche und soziale Verpflichtungen erfüllen können. Diese Personen entsprechen nicht dem klassischen Bild eines Alkoholkranken, was die Früherkennung erschwert – sowohl für Außenstehende als auch für die Betroffenen selbst.

Alkoholverzicht als Test

In einem Gespräch mit der britischen „Daily Mail“ erläutert der Experte Dr. Max Pemberton, wie Initiativen wie der „Sober October“ (nüchterner Oktober) oder der „Dry January“ (trockener Jänner) als Selbsttest dienen können. Diese einmonatigen Alkoholverzichtsphasen bieten laut Pemberton eine gute Gelegenheit, hochfunktionale Alkoholiker zu identifizieren. Ein Warnsignal sei dabei nicht das gelegentliche Vermissen eines Glases Wein zum Essen, sondern wenn Alkohol während der 31-tägigen Abstinenzphase gedanklich eine überraschend große Rolle einnimmt.

Als weiteres Anzeichen nennt der Experte einen innerlichen Countdown bis zum Ende der alkoholfreien Zeit nach dem Muster: „Nur noch 12 Tage, dann darf ich wieder trinken.“ Typisch sei auch, dass Betroffene während dieser Phase soziale Zusammenkünfte meiden – oft aus der unbewussten Befürchtung heraus, dass gesellige Anlässe ohne Alkohol langweilig sein könnten. In solchen Situationen empfiehlt Pemberton, die eigenen Beweggründe kritisch zu hinterfragen.

Warnzeichen erkennen

Auffällig sei zudem eine anhaltend schlechte Stimmungslage während der Abstinenzphase. Da hochfunktionale Alkoholiker das Getränk häufig zur Stressbewältigung einsetzen, macht sich der Verzicht entsprechend bemerkbar. Charakteristisch ist auch die Tendenz, die selbst auferlegten Regeln des Alkoholverzichts zu brechen – trotz des Wissens um die positiven gesundheitlichen Effekte der Abstinenz.

Unabhängig von der Selbstdiagnose kann eine bewusste Alkoholpause dem Körper Erholung verschaffen und wertvolle Erkenntnisse über das eigene Konsumverhalten liefern.

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KO KOSMO-Redaktion
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